Die Kreisimpfzentren in Baden-Württemberg (KIZ) öffnen wohl eine Woche später als geplant. Das ging zuerst aus einer Pressekonferenz im Kreisimpfzentrum Göppingen mit Landrat Edgar Wolff hervor. Demnach sollen die Impfzentren am Freitag, 22. Januar, starten. Landesweit soll die Anmeldung für die KIZ ab Dienstag, 19. Januar, freigeschaltet werden. Alle bis zum heutigen Zeitpunkt vergebenen Termine behalten ihre Gültigkeit, sie betreffen ausschließlich die Zentralen Impfzentren (ZIZ).
Die Landräte wurden über das Vorgehen in einer Mail unterrichtet. In dieser Mail, die der SÜDWEST PRESSE vorliegt, wird als Grund für den späteren Start unter anderem der Engpass bei den Impfstoffen angegeben.
Weiter heißt es in dem Schreiben, dass „man die Impfstoff-Charge (...) nicht eine Woche lang bunkern, sondern den ZIZen einschließlich deren MIT zur Verfügung stellen will“. Ähnlich dazu äußerte sich auch Sozialminister Manne Lucha am Donnerstagmittag in einer Mitteilung zur Thematik. Daher könnten die Kreisimpfzentren erst bei der nächsten Fuhre berücksichtigt werden. „Die schnelle und verzögerungsfreie Verimpfung des knappen Guts Impfstoff habe oberste Priorität“, heißt es in der Mail.

Impfen in Baden-Württemberg: Manne Lucha äußert sich zu Kreisimpfzentren

Das Ministerium für Soziales und Integration hat sich am Donnerstagmittag in einer Pressemitteilung dazu geäußert. In Rücksprache mit den Kommunalen Landesverbänden habe man beschlossen, den Start der zu verschieben. Das Land hat bisher knapp 170.000 Impfdosen erhalten, die alle bereits verimpft beziehungsweise verplant sind. Eine weitere Lieferung an Impfstoff wird für dieses Wochenende erwartet und wird den Zentralen Impfzentren mit ihren Mobilen Impfteams zugeteilt. Am Montag, 18. Januar, wird die nächste Impfstoff-Lieferung des Bundes für Baden-Württemberg erwartet. Diese soll dann anteilig den Kreisimpfzentren zur Verfügung gestellt werden wird.
„Es macht keinen Sinn, die Infrastruktur in den Kreisimpfzentren hochzufahren, wenn wir keinen Impfstoff haben“, wird Lucha in der Pressemitteilung zitiert. „Die Landkreise und Kommunen sind entsprechend informiert. Wir wissen, dass die Nachfrage groß ist und würden selbstverständlich gerne alle bedienen, die geimpft werden wollen. Aber die Situation ist nun einmal so, dass wir nur sehr wenig Impfstoff haben, den wir verteilen können.“
Die Lage werden sich dann entspannen, wenn weitere Impfstoffe von der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) zugelassen sind und mehr Termine vergeben können.