Die Corona-Regeln in Baden-Württemberg wurden gelockert, den Händlern bringt das aber offenbar wenig. Mehr als ein Drittel von ihnen geht davon aus, Personal abbauen zu müssen, ergab eine Blitzumfrage der Industrie- und Handelskammer Region Stuttgart (IHK) unter 39 Einzel- und 41 Großhändlern, die am Dienstag veröffentlicht wurde.

Corona-Krise dämpft Freude am Einkaufen

„Die Corona-Krise dämpft das Interesse und die Freude am Einkaufen bei vielen Kunden“, bilanzierte IHK-Präsidentin Marjoke Breuning. Laut Umfrage registrieren fast 90 Prozent der Einzelhändler trotz Öffnung weniger Nachfrage, 74 Prozent geben an, dass die Kundschaft um die Hälfte abgenommen habe. Nach wie vor gehen die meisten für dieses Jahr von zweistelligen Umsatzeinbußen aus.
Im Großhandel geben 71 Prozent der Befragten eine geringere Nachfrage an. Klagen gibt es zudem über logistische Engpässe wegen der Krise: Rund 30 Prozent berichten von fehlenden Waren in der Region. „Für alle Branchen ist es wichtig, dass globale Lieferketten wieder anlaufen und funktionieren“, sagte Breuning. Die IHK habe deshalb gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium eine entsprechende Kontaktstelle eingerichtet, um Unternehmen bei Problemen mit ihren Lieferketten zu helfen.