Wissenschaftler auf der ganzen Welt forschen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Sie entwickeln Medikamente und Impfstoffe, die eine Ansteckung mit dem Coronavirus und den Ausbruch der Krankheit Covid-19 verhindern sollen. Doch bisher ist unklar, wann es einen wirksamen Impfstoff geben wird, und wer ihn zuerst bekommen wird.

Regierung BW bestellt Spritzen für Corona-Impfung

Doch jetzt wurde immerhin bekannt, dass das Land Baden-Württemberg offenbar in Erwartung eines zeitnah verfügbaren Impfstoffes Spritzen und Kanülen beschaffen, und dafür mehrere Millionen Euro investieren will.
Aufgrund der weltweiten Nachfrage nach Impfbesteck könne nicht abgewartet werden, bis der Covid-19-Impfstoff auf dem Markt sei, heißt es in einer Kabinettsvorlage des Sozialministeriums in Stuttgart, aus der „Heilbronner Stimme“ und „Mannheimer Morgen“ berichten.

Corona-Impfung für 9,3 Millionen Menschen

Das Land will demnach in einem europaweiten Vergabeverfahren Materialien für die Impfung von 9,3 Millionen Erwachsenen im Land BW beschaffen - die Rede ist von
  • jeweils 18,6 Millionen Spritzen und Kanülen zur Verabreichung des Impfstoffes,
  • von je 3,72 Millionen Spritzen sowie Kanülen zum Verdünnen,
  • 1500 Kanülenabwurfbehältnissen,
  • 74.400 Tupferrollen
  • und 148.800 Stück Hautdesinfektionsmittel.
Dafür seien rund zehn Millionen Euro anzusetzen - plus Logistikkosten.

Corona-Impfstoff noch im Jahr 2020?

Das Land geht der Kabinettsvorlage zufolge davon aus, dass ein Corona-Impfstoff noch dieses Jahr verabreicht werden kann. „Die ersten zu erwartenden Impfstoffe werden für Erwachsene voraussichtlich im 4. Quartal 2020 zugelassen und stehen voraussichtlich im 4. Quartal 2020 zur Verfügung“, heißt es darin.