Ab Montag befindet sich Deutschland wegen der Corona-Pandemie in einem Teil-Lockdown: Das haben am Mittwochabend Bund und Länder in einem Gipfel zur Corona-Lage in Deutschland beschlossen. nomie und die Kultur. Während sich einige Bürgermeister Baden-Württembergs gegen die Maßnahmen wehren, verteidigt Ministerpräsident Winfried Kretschmann das harte Durchgreifen in der Corona-Pandemie gegen Kritik.
Doch wie sehen die Zahlen für Baden-Württemberg am Donnerstag aus? Die Zahlen des Landesgesundheitsamts (LGA) am Donnerstag:

Das sind die aktuellen Corona-Fallzahlen in Baden-Württemberg

Stand 29.10.2020, 16 Uhr
  • Nachgewiesene Corona-Fälle: 77.448
  • Das sind 2.311 Fälle mehr als am Mittwoch
  • Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg auf 2.009.
  • Das sind 10 mehr als am Vortrag
  • Als genesen gelten 54.123 Menschen
  • Das sind 687 mehr als am Vortag
  • Die 7-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 99,0

Landtag soll am Freitag zu Corona-Sondersitzung zusammenkommen

Der Landtag von Baden-Württemberg soll am Freitag zu einer Sondersitzung zu den Corona-Maßnahmen zusammenkommen. Die für Donnerstag geplante Sondersitzung des Landtagspräsidiums entfalle stattdessen, teilte Landtagspräsidentin Muhterem Aras (Grüne) den Fraktionsvorsitzenden in einer E-Mail mit, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Sie habe zuvor den Wunsch der Fraktionen nach einer Sondersitzung des Plenums vernommen, heißt es in dem Schreiben vom Mittwochabend. Daher werde sie zu einer Sondersitzung des Landtags am Freitag einladen.
Der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Wolfgang Reinhart, unterstrich dazu: „Die Corona-Krise ist nicht nur die Stunde der Exekutive, sondern auch die des Parlaments.“ Die neuen Beschränkungen in der Corona-Krise müssten vom Landtag breit diskutiert werden, und zwar bevor sie in Kraft treten. „Eine solche Sondersitzung bietet die Chance, die Akzeptanz für die Maßnahmen zu erhöhen. Dies scheint uns auch notwendig, denn die neuen Beschränkungen werden viele Menschen treffen“, teilte Reinhart mit.
Zuvor hatten auch Grüne und SPD eine Sitzung des Plenums zum Thema gefordert. „Solch weitreichende Entscheidungen gehören in die Parlamente, vor allem, wenn so stark in Grundrechte eingegriffen wird“, sagte SPD-Fraktionschef Andreas Stoch am Mittwochabend. Unterstützung kam von Grünen-Fraktionschef Andreas Schwarz. Eine Sondersitzung halte er für sinnvoll, „damit sich alle Abgeordneten vollumfänglich über die von der Ministerpräsidentenkonferenz getroffenen Maßnahmen informieren und diese beraten können“.
FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke hatte zudem eine Abstimmung des Stuttgarter Landtags über die Maßnahmen gefordert. „Es kann nicht sein, dass solche massiven Schritte mit zu erwartenden schwerwiegenden Folgen für Gesellschaft und Wirtschaft auf dem Verordnungswege und durch Kabinettsbeschlüsse der Regierung alleine eingeleitet werden.“