Die Bauarbeiten im Zuge der Elektrifizierung der Südbahn verzögern sich, die Eisenbahnstraße („Eselsberg“) bleibt für den normalen Verkehr weiterhin voll gesperrt. Nur Busse dürfen zurzeit die Eselsbergbrücke über die Bahngleise halbseitig befahren. Wie lange die Vollsperrung dauern wird, ist derzeit unklar.

Die Eselsbergbrücke über die Gleise hätte eigentlich schon im August abgerissen werden sollen, im September hätten die Bauarbeiten abgeschlossen sein sollen.

Bei der Deutschen Bahn (DB) heißt es auf Anfrage, man brauche für die Erneuerung der Eselsbergbrücke mehr Zeit als geplant: „Die Bauzeitverlängerungen sind hauptsächlich dem schwierigen Baugrund geschuldet, was zudem die Arbeiten des Kabeltiefbaus und der Oberleitung im Bauwerksbereich beeinträchtigt und in Wechselwirkung auch die Arbeiten an der Straßenbrücke“, sagte ein DB-Sprecher.

Die Bauarbeiten an der Eselsbergbrücke dauern mindestens bis Dezember

Wie der Sprecher weiter erläutert, werde zurzeit die Schalung des Überbaus fertiggestellt, damit dieser dann bewehrt und betoniert werden könne. Diese Arbeiten fänden über „laufendem Bahnbetrieb“ statt.

Wenn die neue Brücke fertig sei, werde die vorhandene Brücke im Dezember „in einer angemeldeten Sperrpause“ abgerissen.

Einen genauen Termin, wann die Brücke wieder in Betrieb genommen und die Sperrung aufgehoben werden könne, konnte der Bahnsprecher nicht nennen. Das sei erst nach Absprache mit den zuständigen Behörden und weiteren Vorarbeiten auch in Bezug auf die „verkehrlichen Angelegenheiten“ möglich.

Für Autos voll gesperrt: Die Eselsbergbrücke bleibt bis in den Winter zu, nur Busse dürfen durch. Die Zufahrt zum Parkhaus (rechts) ist immerhin offen. 
© Foto: Stadt Biberach

Ampel keine Alternative zur Sperrung der Straße

Alternativen zu der Sperrung für den normalen Verkehr gibt es nicht, heißt es bei der Stadt Biberach: Eine halbseitige Sperrung am Eselsberg mit einer Ampel etwa sei nicht möglich. Das würde in den Stoßzeiten lange Staus verursachen, die sich auf den Verkehr in der Memminger Straße, der Ulmer Straße, des Bismarckrings und des Zeppelinrings auswirken würden. Zudem hätten dadurch die Zeiten des Busverkehrs nicht eingehalten werden können.

Kleiner Trost: Man kann das Parkhaus Ulmer Tor von der Ulmer Tor-Straße aus weiter anfahren. Die Ausfahrt ist freilich nur in Richtung Bahnhof möglich.

Wie läuft die Umleitung?

Der Verkehr Richtung Memminger Straße und Ulmer Straße wird weiterhin vom Bismarckring aus über den Zeppelinring, die Waldseer Straße und die Königsbergallee auf die Memminger Straße umgeleitet. Wer von der Ulmer und Memminger Straße Richtung Innenstadt fahren will, muss ebenfalls über die Königsbergallee fahren.

Was ist mit Fußgängern und Radlern?

Wer auf dem Bodenseeradweg aus der Freiburger Straße kommt, fährt über den Geh- und Radweg in der Memminger Straße und weiter über die Hans-Liebherr-Straße zurück auf den Bodenseeradweg. Radfahrer und Fußgänger, die aus dem Bereich Bahnhof kommen und Richtung Breslaustraße wollen, werden über die Ampel an der Eisenbahnstraße entlang der Ulmer-Tor-Straße zum Zeppelinring und dann zur Breslaustraße geführt. Radfahrer aus Richtung Innenstadt können wie gewohnt über die Ulmer-Tor-Straße in Richtung Unterführung fahren.

Sperrung wird regelmäßig kontrolliert

Die Sperrung und die damit verbundenen Umwege scheint Autofahrer dazu zu verleiten, den „kurzen Weg“ zu wählen: Viele ignorieren die Sperrung und fahren einfach durch. Hier warnt die Stadt vor Knöllchen: „Die Sperrung des Eselsbergs wird regelmäßig von der Polizei kontrolliert, Verstöße werden entsprechend geahndet.“

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