Das Biberacher Schützenfest hat ein umfangreiches offizielles Programm. Unter anderem gibt es drei große Festzüge, den Umzug der Jahrgänger, Live-Konzerte beim Tanz auf dem Marktplatz, das Gaukler- und das Schwarz Veri-Fest sowie das bunte Treiben auf dem Vergnügungspark auf dem Gigelberg. Doch „Schützen“ ist mehr. Ebenso spannend wie die großen Veranstaltungen ist das Biberacher Schützenfest in Biergärten, Kneipen und auf der Straße. Wer wirklich in die tollen Tage eintauchen will, der sollte wissen, was sonst noch läuft.

Die wohl wichtigsten Treffpunkte für Besucher des Biberacher Schützenfestes sind die Biergärten der Stadt. In Biberach gab es früher mehr als 30 Brauereien. Weil damals keine Kühlschränke zur Verfügung standen, grub man riesige tiefe Bierkeller in den Fels, um das Gebräu frisch zu halten. Zu diesen Kellern gehörten auch Gaststätten - die noch heute die wichtigsten Treffpunkte an Schützen sind.

Traditionsbiergarten des Schützenfests: Der Biberkeller

Biberacher Schützenfest im Biberkeller. Hier gibt es jeden Abend Konzerte.
© Foto: Biberkeller

Der so genannte „Bibske“ ist einer der Hotspots an Schützen - für alle Generationen. Der schöne Biergarten bietet an den Festtagen Platz für rund 1000 Besucher samt Bühne und Tanzfläche. Der Biberkeller veranstaltet die ganze Woche über ein Live-Musikprogramm, das sich sehen lassen kann und das zudem kostenlos ist. Den Auftakt macht am Freitag Sydney Youngblood (“If only I could“).

Die Konzert-Termine am Abend:

  • Freitag, 12. Juli (19.30 Uhr): Sydney Youngblood & David Hanselmann feat. Gonzo’s Friends
  • Samstag, 13. Juli (20 Uhr): X-Plosive
  • Montag, 15. Juli (19 Uhr) Funk that Soul
  • Dienstag, 16. Juli (19.30 Uhr): Gonzo’s Friends & David Hanselmann feat. Chrissy Michl
  • Mittwoch, 17. Juli (19 Uhr): Peter Zoufal & Die jungen Hunde
  • Donnerstag, 18. Juli (19 Uhr): James Torto & Friends
  • Freitag, 19. Juli (19 Uhr): Copy Shop
  • Samstag, 20. Juli (20 Uhr): X-Plosive


Stimmung auf zwei Etagen: Der Pflugkeller/Rumpelkeller

Youtube Biberacher Schützenfest im Pflugkeller: Trommlergruppen beim Massenständchen

Im Pflugkeller, beziehungsweise im Rumpelkeller eine Etage tiefer, treffen sich viele Einheimische. Hier geht es ziemlich ausgelassen und laut zu. Das Gartenlokal am Fuße des Gigelbergs nahe der Stadthalle ist auf dem alten Königskeller erbaut. Im Rumpelkeller spielen an Schützen Bands. Im Pflugkeller-Biergarten gibt es mittwochs ein Massenständchen der Trommlergruppen. Und weil es dort ganz schön eng ist, spielen die Gruppen auf den Tischen – das verspricht Stimmung.

Das Musikprogramm am Abend im Rumpelkeller:

  • Samstag, 13 Juli (20 Uhr): KindaLike
  • Montag, 15. Juli (20 Uhr): Sir Price mit Peter Zoufal
  • Donnerstag, 18. Juli (20 Uhr): Cold Turkey
  • Samstag, 20. Juli (20 Uhr): Red Gang

Tipp am Gigelberg: Der Schützenkeller

Viel Trubel herrscht auch immer vor dem Schützenkeller, einem traditionsreichen Ort. Hier, am ehemaligen Schützenhaus, liegt eine der Wurzeln des Biberacher Schützenfestes. Noch 1921 führte der Montagsumzug zum „Schützenkeller“ am Schützenberg. Später wanderte das Schützenfest auf den Gigelberg weiter oben. Die heutige Gaststätte wurde bereits um 1800 erbaut. Auf dem Platz davor, der früher auch der zentrale der Festplatz war, spielen zahlreiche Bands, es gibt Ständchen der Trommlergruppen.

Das Live-Programm des Schützenkellers:

  • Freitag, 12. Juli (19 Uhr): Bieranstich mit DJ Heiner
  • Samstag, 13. Juli (19 Uhr): New Century
  • Montag, 15. Juli (19 Uhr): King Ralf
  • Dienstag, 16. Juli (19 Uhr): Herz -Ass
  • Mittwoch, 17. Juli (19 Uhr): Run
  • Donnerstag, 18. Juli (19 Uhr): Big Gunz und Gentleman
  • Freitag, 19. Juli (19 Uhr): Blöff the Monkey un Roadstring Army
  • Samstag, 20. Juli (19 Uhr): Big Gunz und Gentleman

Der Schwanenkeller und die Endstation

Der Schwanenkeller, ebenfalls am Gigelberg gelegen, ist einer der ältesten Bierkeller Biberachs, seit einigen Jahren beherbergt das Haus die Endstation, eine Art Club-Disco. Im Schwanenkeller haben Generationen junger Biberacher abgefeiert - und das auch heute noch so.

Zum Biberacher Schützenfest 2019 gibt es in der Endstation von Freitag an jeden Tag jeweils ab 19 Uhr ein Party-Programm, mehr als ein Dutzend DJ’s legen auf. Darunter The Squirrel’s am Samstag (13. Juli) und DJ Danhall & Special Guest am Donnerstag, 18. Juli, dem so genannten Weiberschützen.

Stadtbierhalle, Festzelt und „der Berg“

Wer es ruhiger mag oder mit der Familie unterwegs ist, geht nach den Umzügen oder der Ziehung zur 1890 erbauten Alten Stadtbierhalle auf dem Gigelberg. Hier kann man im Freien gemütlich etwas trinken, direkt daneben befindet sich der Schützen-Kinderspielplatz.


Ein Muss für Familien – und Besucher, die auf Achterbahn und Schneeexpress stehen - ist der „Berg“. So nennen die Biberacher den Vergnügungspark auf dem Gigelberg. Dort gibt es alles, was das Rummelplatz-Herz begehrt. Am Donnerstag, 18. Juli, ist übrigens Kindernachmittag.

Ein weiterer Tipp für einen Besuch auf dem Berg: Das große Feuerwerk auf dem Gigelberg. Der Termin: Schützenfreitag, 19. Juli von 22.45 Uhr an.

Beim Schützenfest wird auch im Festzelt mit Live-Musik kräftig gefeiert.
© Foto: Rolf Schmid

Gigelberg-Fans besuchen auch gerne das riesige Bierzelt mit Live-Musik. Im Festzelt Hahn steigt auch die inoffizielle Eröffnung des Biberacher Schützenfestes, dem traditionellen Bieranstich. Termin: Freitag, 12. Juli, um 18 Uhr. Die offizielle Eröffnung des Schützenfestes ist erst beim Antrommeln auf dem Marktplatz am Samstag um 14 Uhr.

Rummel in Kneipen und Cafés

Die Kneipen und Cafés am Kesselplatz hinter dem Marktplatz sind direkt nach den Umzügen beliebt – und deswegen schnell voll. Manche eilen noch während des Umzugs los, um Tische zu reservieren. Denn nach zwei Stunden Zuschauen hat man Durst und freut sich aufs draußensitzen.

Party auch auf der Straße: Die Consulentengasse

Das Biberacher Schützenfest in der Consulentengasse: Ständchen der WG-Trommler und der Gruppe „Die Neuen Alten“.
© Foto: Sven Kaufmann

Hier brodeln abends bis in die Nacht die Massen, manchmal geht es zu wie im Schlussverkauf, wenn tausende Schützengänger sich durch die Straße drängen. Dafür trifft man immer irgendjemanden. In jüngerer Zeit haben sich auch einige Stände und Ausschänke hinzugesellt. Beliebt ist das Plätzchen am Rebstock („Stecka“ genannt) und dem Tweety. Dort kommen immer mal wieder Trommlergruppen vorbei. Die WG-Trommler und die „Neuen Alten“ in ihren Schottenröcken spielen dann gemeinsam. Das sollte man nicht verpassen! Zuweilen heizt auch die Ranzengarde beim Tanz-Ständchen ein.

Konzerte und Party im Hirschgraben

Im Hirschgraben, einem Teil der Stadtbefestigung am weißen Turm, finden seit einigen Jahren Konzerte statt, die der Stadtjugendring zusammen mit der Kulturhalle Abdera präsentiert. Am ersten Schützenwochenende heißt es dort wieder „Der Hirsch geht ab“.

Das Programm im Hirschgraben:

  • Am Samstag, 13. Juli, sind mit von der Partie unter anderem
    Eau Rouge (Stuttgart)
    Mischa (Biberach)
    Escandalos (Laupheim)
  • Der Sonntag, 14. Juli, wird im Zeichen der elektronischen Klänge stehen, präsentiert vom Kollektiv Hedoné & Friends

Feiern oder Ausruhen auf dem Biberacher Marktplatz

Auf dem Marktplatz in Biberach ist immer etwas los. Wenn dort nicht gerade Veranstaltungen und Umzüge stattfinden, geht es dort beschaulich zu. Tagsüber trifft man sich auf ein Eis auf den Umzugstribünen - oder genießt etwas abseits des Rummels ein Bierchen oder einen Vino. Auch abends kann man sich hier ein bisschen vom Trubel erholen - bis es wieder weitergeht. Insgesamt neun Tage lang.

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