Worms/Leinfelden-Echterdingen / Alfred Wiedemann

Den Bart einfach nur lange genug wachsen lassen, dann zu den Bart-Meisterschaften und einen Titel abräumen? Mancher, dem das tägliche Rasieren wesentlich aufwendiger vorkommt als tägliches Nichtrasieren, mag sich einen Bart-Wettstreit so vorstellen. Und liegt so was von daneben. In der Version „Naturbursche“, mit Bart ganz ohne Form und Fön, hat Mann sicher nicht einmal in  der Abteilung „Vollbart Naturale“ eine Siegeschance, obwohl da Hilfsmittel wie Schaumfestiger und Bartwichse ausdrücklich verboten sind.

Der Bartclub „Belle Moustache“ mit Sitz in Leinfelden-Echterdingen hofft für seine süddeutschen Bartmeisterschaften Anfang April in Worms trotzdem auf das eine oder andere Naturtalent: Bärte seien bei jungen und älteren Herren gerade aktueller denn je, viele Exemplare seien es wert, gezeigt zu werden, heißt es in der Mitteilung des Vereins. Besonders Bärtige, die noch nie an Wettbewerben teilgenommen haben, dürfen gern kommen, alle mit natürlichem Bart. Angeklebt ist nicht erlaubt, klar.

In 18 verschiedenen Klassen  werden Meistertitel vergeben, vom „Schnauzbart Dali“ über „Kinnbart Musketier“ bis zum „Vollbart Freestyle“, unter www.bartweltmeister.de finden sich Bilder und Beschreibungen dazu, und zu einem Workshop am 15. März kann man sich auch noch anmelden.

Land am Rand ist gespannt, ob sich neue Siegertypen finden. Wer mitmachen will und jetzt erst den Rasierer weglegt, wird es in gut vier Wochen allerdings kaum zum „Vollbart Garibaldi“ bringen.