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Der umstrittene Freiburger Sportmediziner Armin Klümper ist im Alter von 84 Jahren in Südafrika gestorben. Ab den 1970er Jahren wurden Dopingvorwürfe gegen ihn laut.

Der umstrittene Freiburger Sportmediziner Armin Klümper ist im Alter von 84 Jahren in Südafrika gestorben. Dies bestätigte am Montag sein Testamentsvollstrecker in Offenbach. Zuerst hatte die „Badische Zeitung“ vom Tod des Sportmediziners berichtet. Klümper ist demnach bereits am 23. Juni in Kapstadt gestorben.

Der in Münster geborene Klümper hatte in seiner Sportmedizinischen Spezialambulanz an der Universitätsklinik Freiburg und später in seiner eigenen Ambulanz zahlreiche prominente Sportler und auch Politiker als Patienten. Bereits in den 70er Jahren kamen Dopingvorwürfe auf, der Arzt selbst verteidigte die kontrollierte Gabe von Anabolika.

Klümper nach Tod von Siebenkämpferin in der Kritik

In die Kritik geriet Klümper vor allem nach dem Tod der Siebenkämpferin Birgit Dressel, die 1987 einen toxischen Schock erlitten hatte. Die Leichtathletin und Klümper-Patientin hatte nachweislich 20 verschiedene Mittel von drei Ärzten eingenommen. Wissenschaftler beschäftigten sich mit den Dopingvorwürfen gegen Klümper. Einen Abschlussbericht der Evaluierungskommission der Universität gab es nie.

Laut einer Studie des Sportwissenschaftlers und Journalisten Andreas Singler aus dem Jahr 2017 zählten in den 1970er Jahren auch Kaderathleten des Bundes Deutscher Radfahrer sowie Sportler des damalige Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart zu Klümpers Kunden. Unter anderem ließ sich auch der damalige Spieler und heutige Bundestrainer Joachim Löw von Klümper behandeln.

Zu Beginn dieses Jahrtausends wanderte Klümper nach Südafrika aus und gab keine Interviews mehr.

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