Ulm / Alfred Wiedemann Nur noch zwei statt drei Prozent Rabatt beim Einkauf? Zum Lachen für die einen, andere trauern jedem Pfennig hinterher. So wie jetzt im Drogeriemarkt Müller.

Ja, klar, sofort geht es wieder los mit dem Spott über Schwaben und  andere Pfennigfuchserei. Aber es muss einfach öffentlich  gemacht werden, was sich eine große Drogeriekette mit einem M im Namen gerade erlaubt: Still und heimlich wurde der dreiprozentige Rabatt, den man bei jedem Besuch als „Dankeschön für Ihren Einkauf“ bekommen hat, gekürzt. Auf kümmerliche zwei Prozent! Über Nacht ein ganzer Prozentpunkt weg! Natürlich hängen auch dazu keine großen Plakate, „wir haben Ihren Rabatt gekürzt“, das soll die Kundschaft gefälligst möglichst gar nicht bemerken.Es klagt ohnehin keiner. Das einzige, was man kassiert, sobald man über den gekürzten Rabatt jammern will, ist Spott über die Pfennigfuchserei – siehe oben.

Drogerieriese als sparsamer Schwabe

Gut, es geht nur um ein paar Cent. Deshalb wird auch nur ganz leise gejammert. Aber auch ein paar Cent läppern sich. Vielleicht nicht beim einzelnen Kunden, von denen viele ihre Rabattcoupons gar nicht einlösen. Aber umgerechnet auf den gesamten Konzernumsatz schlägt sich der eine Prozentpunkt bestimmt mit Millionen in den Büchern nieder.

Ist eben ein sparsamer Schwabe, der Drogerieriese. Bei jedem Einkauf wird das jetzt schmerzen. Hoffentlich bleibt es wenigstens beim sensationellen anderen Angebot, dass das Unternehmen weiter Spargutscheine der anderen Drogerieketten einlöst. Das freut nicht nur die schwäbische Hausfrau, sondern auch den Hausmann. Blöd nur, wenn man gerade gar keine solchen Prozente-Coupons zur Hand hat.

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