Stockach / Petra Walheim

Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK) brachte gestern beim Hohen Grobgünstigen Narrengericht zu Stocken den Saal zum Toben. Mit glasklarer Argumentation entkräftete sie die drei Anklagepunkte, die ihr vorgeworfen wurden. AKK, mit deren sperrigem Namen viel gespielt wurde, wurde zur Last gelegt, die CDU entmannt und den Vorsitzenden der Jungen Union verführt zu haben, damit sie die Wahl zur Bundesvorsitzenden der CDU gewinnt, und die Republik mit der saarländischen Leitkultur überschwemmen zu wollen: „Deutschland ist im Würgegriff einer verschworenen Weibertruppe, in der sie den Ton angibt.“

Der Fürsprech, der AKK verteidigte, plädierte auf unschuldig in allen Punkten. AKK selbst konterte, der Kläger habe wohl einen kapitalen Minderwertigkeitskomplex und etliche Traumata zu verarbeiten, die mit Frauen zu tun haben. Auch von einer Vorherrschaft der saarländischen Leitkultur in Deutschland wollte sie nichts wissen. Das sei nur der Neid des Klägers.

Ganz konnte sie das Gericht nicht überzeugen. Es sprach AKK in zwei von drei Anklagen schuldig. Nur beim letzten Punkt, der saarländischen Leitkultur, hieß es: im Zweifel für die Angeklagte. Das Urteil fordert von AKK drei Eimer Wein, einen Eimer Weiß, zwei Rot, wobei ein Eimer 60 Liter sind. Die 180 Liter Wein sollten zügig beigeschafft werden, wurde ihr auf den Weg gegeben. Sie solle nicht wie Merkel vier Jahre damit warten. Außerdem muss sie das Narrenstüble ausfegen.