Cannstatter Wasen „Traumhafter Auftakt“: Knapp eine Million feiern Wasen-Start

Zahlreiche Besucher gehen bei gutem Wetter über das 173. Cannstatter Volksfest.
Zahlreiche Besucher gehen bei gutem Wetter über das 173. Cannstatter Volksfest. © Foto: Christoph Schmidt
Stuttgart / lsw/AB 01.10.2018
Die Sonne strahlte und das Bier floss in Strömen: Knapp eine Million Menschen feierten bereits am ersten Wochenende auf dem Wasen.

Knapp eine Million Menschen schunkelten und vergnügten sich zum ersten Wochenende auf dem Cannstatter Wasen. Die Veranstalter sprachen am Sonntag von einem „traumhaften Auftakt“. Einen Tag nach dem Volksfest öffnete am Samstag auch das Landwirtschaftliche Hauptfest in Stuttgart seine Pforten. Mehr als 35.000 Besucher hätten die größte süddeutsche Fachausstellung für Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft bereits besucht, hieß es. Die Polizei sprach von einem ruhigen Verlauf des ersten Wasenwochenendes, berichtete aber auch von einem Verkehrschaos in der Stadt.

„Der Start zum großen Doppeljubiläum auf dem Cannstatter Wasen verlief prächtig“, teilten die Veranstalter am Sonntagnachmittag mit. „Viel Sonne, eine tolle Stimmung und jede Menge Besucher, zudem gab es noch einen VfB-Sieg zu feiern.“ Auch das Historische Volksfest auf dem Stuttgarter Schlossplatz erfreue sich seit der Eröffnung am Mittwoch großer Beliebtheit - rund 300.000 Besucher seien an den ersten vier Tagen auf den Schlossplatz gekommen.

Viele Besucher beim Umzug

Rund 4.500 Teilnehmer, 50 Wagen und zahlreiche Tiere zogen nach Angaben der Veranstalter am Sonntag beim traditionellen Umzug zum Cannstatter Wasen durch die Straßen Stuttgarts. Damit erreichte das Volksfest bei Sonnenschein und warmen Temperaturen seinen ersten Höhepunkt. Anlässlich des 200-jährigen Wasenjubiläums gab es diesmal am Sonntag einen historischen Festzug in der Mitte des alljährlichen Umzuges. Die Veranstalter sprachen im Vorfeld von 200.000 Zuschauern.

Die Polizei beschäftigte vor allem der Verkehr am ersten Wasenwochenende. „Das vermutete Verkehrschaos ist eingetreten“, so der Pressesprecher. Erhebliche Probleme habe es Samstagabend vor allem rund um den Cannstatter Wasen und das Stadion gegeben. Die Bundespolizei musste den Bahnhof in Stuttgart-Bad Cannstatt am Samstag zeitweise wegen Überfüllung sperren. Wegen des Volksfestes und des Heimspiels des VfB Stuttgart wurde es dort richtig eng.

Die Feier auf dem Wasen blieb dagegen vergleichsweise ruhig. „Es gab keine besonderen Vorkommnisse“, sagte ein Sprecher der Polizei am Sonntag. Trotz etlichen Körperverletzungsdelikten und Diebstählen sprach er von einem „normalen Wochenende“.

Bis zum 14. Oktober werden auf dem 173. Cannstatter Volksfest mindestens 3,5 Millionen Besucher zum Rummel erwartet. Im vergangenen Jahr waren es 4,1 Millionen.

Moderne Landmaschinen und Tiere

Auf dem neuntägigen Landwirtschaftlichen Hauptfest sind neben modernen Landmaschinen und Werkzeugen auch mehr als 600 Tiere zu sehen. In einem Kuhstall werden knapp 30 Kühe mit einem Roboter gemolken. Die Milch wird dort aufgearbeitet und an einem Automaten ausgeschenkt.

Der Präsident des Deutschen und baden-württembergischen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, würdigte die Messe als „größten Bauernhof des Landes“. Agrarminister Peter Hauk (CDU) wies auf die Bedeutung der heimischen Lebensmittel-Produktion hin. „Das Fest soll den Menschen im Land auch Lust auf Lebensmittel aus Baden-Württemberg machen.“

Das Landwirtschaftliche Hauptfest - der Ursprung des Volksfestes - findet inzwischen alle vier Jahre parallel zum Cannstatter Wasen statt, in diesem Jahr zum 100. Mal. Es wurde vor 200 Jahren von König Wilhelm I. von Württemberg und seiner Frau Katharina nach Zeiten von Missernten und Hunger ins Leben gerufen. 

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