Memmingen / Matthias Stelzer  Uhr
Die Ryanair-Machine, die am Sonntag Alarm auf dem Allgäu Airport ausgelöst hatte, ist inzwischen in der Wartung. Flughafen-Sprecherin nennt Vorfall unspektakulär.

Die Boeing 737-800, die am Sonntag beim Anflug auf den Allgäu Airport eine so genannte Luftnotlage ausgelöst hatte, wurde von den Ryanair-Ingenieuren inzwischen überprüft. „Die Besatzung kontaktierte die Flugverkehrskontrolle vorschriftsgemäß, nachdem eine Cockpitwarnleuchte auf ein mögliches kleines technisches Problem hinwies“, beschrieb die Ryanair-Pressestelle am Montag die Ursache für den Alarm. Der Pilot der Maschine, die von Faro (Portugal) kommend in Memmingen landen sollte, hatte gegen 18.30 Uhr ein technisches Problem gemeldet. Deshalb wurde am Airport die so genannte Luftnotlage ausgelöst. Bis Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und Rettungsdienste mit insgesamt 210 Leuten am Flugfeld aufgezogen waren, musste die Ryanair-Maschine über Memmingen kreisen. Für die 164 Passagiere an Bord ein Schreck, für den Allgäu-Airport, wie dessen Sprecherin Marina Siladji am Montag auf Anfrage mitteilte „nichts Spektakuläres“.

Passagiermaschine ist sicher gelandet

Für den Umgang mit Störungen und Notfällen gibt es an Flughäfen festgelegte Verfahren, die die Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen Maßnahmenträgern regelt. Der Umfang der Maßnahmen richtet sich insbesondere auch nach der Lageeinschätzung des Piloten. Es ist nichts Außergewöhnliches, dass Luftfahrzeuge mit technischen Problemen an einem Flughafen landen. Sofern keine ernsthaften Schwierigkeiten für eine sichere Landung bestehen, spricht man dann von einer sogenannten Sicherheitslandung. Sobald ein anfliegendes Luftfahrzeug sich in solchen Schwierigkeiten befindet, dass eine unverzügliche Landung auf dem nächstgelegenen und für das Luftfahrzeug sowie für die Notlage geeigneten Flughafens notwendig ist, wird eine sogenannte „Luftnotlage“ erklärt. Man spricht auch von einer Notlandung. Die Bandbreite der Szenarien reicht von technischen oder betrieblichen Mängeln bis hin zu einer medizinischen Notlage. Solange im aktuellen Fall in Memmingen keine Erkenntnisse über die Auslösung der Luftnotlage vorliegen, kann das Luftamt Süd der Regierung von Oberbayern keine belastbaren Aussagen hierzu treffen. Tatsache ist, dass das Luftfahrzeug sicher und ohne Zugriff von Rettungsmitteln in Memmingen landen konnte.

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