Bietigheim-Bissingen Stadtderby um Platz zwei: SV Hellas 94 treffen auf SV Germania

Technisch perfekt: Ili Lokaj (rechts) vom SV Hellas 94 Bietigheim hebt den Ball an Kapitän Yannick Härter vom TV Pflugfelden vorbei. Am Sonntag muss der SV Hellas Tabellenplatz zwei gegen Germania Bietigheim verteidigen.
Technisch perfekt: Ili Lokaj (rechts) vom SV Hellas 94 Bietigheim hebt den Ball an Kapitän Yannick Härter vom TV Pflugfelden vorbei. Am Sonntag muss der SV Hellas Tabellenplatz zwei gegen Germania Bietigheim verteidigen. © Foto: Herbert Schmerbeck
JAN FEDRA 11.03.2016
Am 18. Spieltag der Fußball-Bezirksliga ist es wieder soweit: Das zweite stadtinterne Duell der Saison zwischen dem SV Hellas 94 Bietigheim und dem SV Germania Bietigheim steht an. Dabei geht es um den zweiten Tabellenplatz.

Die beiden Bietigheimer Teams, SV Germania und SV Hellas 94, starten unter unterschiedlichen Vorzeichen ins direkte Duell in der Fußball-Bezirksliga. Beim Blick auf die Tabelle hat der SV Hellas 94 einen Punkt weniger als die SV Germania Bietigheim. Der SVH steht mit 36 Zählern auf Rang zwei, die Germanen folgen dicht dahinter auf dem vierten Tabellenplatz.

Dennoch ist die Gefühlslage in den beiden Klubs vor dem Stadt-Derby am Sonntag um 15 Uhr deutlich verschieden. Das liegt am unterschiedlich erfolgreichen Start in die Rückrunde am vergangenen Wochenende. Während der SVG trotz großem personellem Engpass einen besonders für die Moral wichtigen 3:1-Heimsieg gegen den TV Neckarweihingen feierte, setzte es für die Elf von Coach Benjamin Thimm beim Tabellenführer TV Pflugfelden eine empfindliche 1:5-Niederlage. Entsprechend steht das Lokal-Duell unter verschiedenen Vorzeichen: Um die selbst gesteckten hohen Saisonziele zu erreichen, brauchen die Hellenen dringend Punkte. Nur mit einem Sieg kann sich der Zweitplatzierte ein Verfolgerquartett vom Hals halten und sich für die schwache Leistung aus dem Pflugfelden-Spiel rehabilitieren. "Für uns gilt es, die Mannschaft wieder aufzurichten und weiterzumachen. Klar wollen wir vorne mit dabei sein, aber nach Pflugfelden müssen wir uns das erst einmal wieder erarbeiten", gibt sich Thimm kämpferisch. Gegen Germania zählt der Hellas-Coach wieder auf zahlreiche Winterneuzugänge, die eine Vorbereitung mit Höhen und Tiefen gespielt haben. "Da muss sich noch einiges finden", so Thimm.

Im Gegensatz dazu will Germania-Trainer Matthias Schmid mit seiner Mannschaft den Schwung aus der Auftaktpartie mitnehmen. Gegen Hellas hat der Coach zumindest einen Zähler im Blick: "Wir haben eine junge Mannschaft, bei der die Entwicklung sicher noch nicht abgeschlossen ist. Nachdem wir die letzten drei Duelle mit Hellas alle verloren haben, wäre ich mit einem Punkt am Wochenende zufrieden. Mehr wäre natürlich genial", sagt Schmid. Ob Fabio Sprotte und Patrick Hirsch dabei mithelfen können, war am Donnerstagabend noch fraglich. Ansonsten kann Schmid auch auf die zuletzt erkrankten Spieler wieder zurückgreifen.

Den Anfang am 18. Spieltag macht am Sonntag um 12.15 Uhr der FV Löchgau II. Das Team von Trainer Thomas Herbst spielt zu Hause gegen den TSV Benningen. Eine Begegnung zweier Mittelfeld-Mannschaften der Bezirksliga, die beide zum Wiederauftakt eine Niederlage einstecken mussten.

Als Tabellenachter hängt der FVL ein wenig zwischen den Extremen der Bezirksliga: Nach vorne ist es bei zehn Punkten Rückstand auf Rang sechs ein weiter Weg - nach hinten ist die Löchgauer Zweite mit zehn Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz aber auch gut abgesichert. Entsprechend geht es am Sonntag darum, die spielerisch "überragende Leistung" (Herbst) aus dem vergangenen Spiel beim TSV Schwieberdingen zu bestätigen und dieses Mal auch etwas Zählbares zu behalten.

Einen gelungenen Start ins Fußballjahr 2016 feierte der FSV 08 Bissingen II am vergangen Sonntag. Mit 2:1 gewann die Elf um Spielertrainer Adam Adamos beim TSV Benningen. Wichtig ist dem neuen starken Mann bei den Nullachtern vor allem die Kompaktheit im Defensivverbund. "Wir wollen in unserem 4-2-3-1-System eine Überzahl in der Mitte schaffen und so Gegentore verhindern", sagt Adamos. Gegen den TSV Phönix Lomersheim will Adamos mit seiner Equipe so auch am Sonntag (15 Uhr) erfolgreich sein. Mit einem Heimsieg am Bruchwald gegen den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf könnte man punktemäßig gleichziehen.

"Schade. Die Jungs hätten einen Punktgewinn wirklich verdient gehabt", so das Fazit von Rolf Hochberger nach seinem ersten Spiel an der Seitenlinie beim GSV Pleidelsheim. Überraschend mutig präsentierten sich die Gelb-Schwarzen am 17. Spieltag gegen den FC Marbach - dennoch kassierte der Tabellenletzte die 13. Saisonniederlage. Mit der SKV Rutesheim II wartet am Wochenende nach den Marbachern direkt das nächste Top-Team auf den GSV.

Der Landesliga-Unterbau ist Tabellendritter und startete nach seiner starken Hinrunde auch direkt mit 4:2-Auswärtsdreier gegen den TSV Grünbühl in die zweite Halbserie. Im Hinspiel gegen die SKV gaben die Pleidelsheimer eine 2:0-Führung aus der Hand und verloren am Ende mit 3:5. Ohne den abgewanderten Marco Montesano, dreimaliger Torschütze aus der ersten Begegnung, will der GSV über eine geschlossene Mannschaftsleistung zu den ersten Punkten 2016 kommen.