Sportverein erstmals ohne Lukas Rösch

So behalten ihn die Fans in Erinnerung: Lukas Rösch nach einem Treffer für den SV. Foto: Helmut Kopatsch
So behalten ihn die Fans in Erinnerung: Lukas Rösch nach einem Treffer für den SV. Foto: Helmut Kopatsch
ANDREAS BÖHRINGER 06.10.2012
Morgen um 15 Uhr bestreitet der SV Göppingen beim SV Böblingen ein richtungsweisendes Verbandsliga-Spiel, der Sieger darf nach oben schielen.

Mit jeweils zwölf Punkten reihen sich Böblingen und Göppingen in der erweiterten Verfolgergruppe ein, der Sieger des Duells kann sich in der Tabelle nach oben orientieren. Das betrifft Lukas Rösch aber nicht mehr. Der Stürmer hat beim 2:1-Heimsieg gegen Bonlanden am vergangenen Samstag zum vorerst letzten Mal das rot-schwarze Trikot getragen.

Der 20-Jährige will Lehrer werden und studiert ab sofort in Köln die Fächer Sport und Theologie. "Er ist ein klasse Typ, ich wünsche ihm alles Gute", sagt Trainer Mike Krannich, der den Charakter seines Stürmers in den höchsten Tönen lobt: "Sein Weggang tut menschlich und sportlich gleichermaßen weh."

Auch für Rösch ist diese Zäsur nicht einfach. "Der Abschied fällt mir schwer", erklärt der Lockenkopf, der vor einem Jahr von Bezirksligist FTSV Kuchen an die Hohenstaufenstraße kam und zunächst mit der Umstellung auf die Verbandsliga zu kämpfen hatte. "Es fing problematisch an, auf Grund der höheren Belastung war ich häufiger verletzt, aber als ich schließlich regelmäßig trainieren konnte, habe ich mich in allen Bereichen gesteigert", blickt er auf seine Anfangszeit zurück. In der Rückserie hatte er sich akklimatisiert.

"Die Zeit in Göppingen war einmalig, sensationell. Der Verein ist mir ans Herz gewachsen, das weiß jeder", sagt der 1,91 Meter große Modellathlet, der mit dieser Aussage seine große Identifikation mit dem Sportverein dokumentiert. Gleichzeitig betont er, dass die Verbundenheit nicht abreißen wird und ließ ein Hintertürchen offen. "Vielleicht ist die Zeit ja noch nicht vorbei, auch wenn es sich so anhört", blickt der Mittelstürmer in die Zukunft, "ich werde alles weiter verfolgen und das Kapitel Sportverein nicht abhaken."

"Luki ist jemand, der immer alles aus sich rausholt, im Spiel wie im Training", schätzt Krannich die mannschaftsdienliche Spielweise seines Schützlings, der sich in der Saisonvorbereitung einen Stammplatz sicherte und in allen sieben Partien von Beginn an auflief. Als mögliche Vertreter stehen Serkan Özgür, Marcel Waibel und Patrick Warth bereit.

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