Ski Alpin Stefan Luitz droht Ausschluss

Stefan Luitz droht die Disqualifikation.
Stefan Luitz droht die Disqualifikation. © Foto: TOM PENNINGTON/afp
München / sid 08.12.2018

Wie gewonnen, so zerronnen? Dem Deutschen Skiverband (DSV) und Skirennläufer Stefan Luitz droht nach dem Triumph von Beaver Creek ein böses Erwachen. Im schlimmsten Fall könnte dem 26-jährigen Allgäuer sogar sein erster Weltcupsieg aberkannt werden. Die DSV­Athleten um Luitz waren vor dem Riesenslalom am Sonntag mit Sauerstoff versorgt worden.

Alpin-Chef Wolfgang Maier räumte bereits „einen Fehler ein. Dazu stehen wir auch. Wir wussten nicht, dass die Fis ihre Regularien nicht dem Wada-Code angepasst hat“, sagte er gestern dem SID, fügte aber in aller Deutlichkeit an: „Wir haben kein Doping betrieben. Dagegen wehren wir uns mit Händen und Füßen.“

Der DSV wurde durch den Internationalen Skiverband (Fis) bereits um eine Stellungnahme zu dem Vorfall gebeten. Diese liege der Fis zwischenzeitlich vor. „Die Untersuchung läuft. Wir warten nun auf eine Entscheidung“, sagte DSV-Sprecher Ralph Eder.

Der DSV hatte seinen Läufern vor dem Rennen auf über 3000 Metern Sauerstoff verabreicht. Dies gilt laut Code der Welt-Doping-Agentur Wada seit 1. Januar 2018 nicht als Doping. „Und danach haben wir uns gerichtet“, sagte Maier. Die Richtlinie der Wada widerspricht aber offenbar der Wettkampfordnung der Fis. Bei der FIS ist nach dem Rennen laut skionline.ch deshalb angeblich ein bislang anonymer Protest gegen das DSV-Team eingegangen.

Luitz hatte mit seinem Sieg vor Marcel Hirscher (Österreich) und Thomas Tumler (Schweiz) für eine Sensation gesorgt. Dies sei „einfach unbeschreiblich“, sagte er anschließend. Der deutsche Skirennläufer hatte im Dezember 2017 einen Kreuzbandriss erlitten und war lange ausgefallen. Heute startet Luitz beim alpinen Skiweltcup in Val d’Isère erneut im Riesenslalom. 

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