Gold für Selina Jörg, Bronze für Stefan Baumeister: Die deutschen Snowboarder haben bei den Weltmeisterschaften im Parallel-Riesenslalom überragt.

Jörg raste in Park City (USA) souverän zu Gold und feierte den größten Erfolg ihrer Karriere. Ein Jahr nach der olympischen Silbermedaille von Pyeongchang unterstrich die 31 Jahre alte Allgäuerin ihre bestechende Form im Herbst der Karriere. Als Schnellste der Qualifikation ließ sie der Konkurrenz bei schweren Bedingungen mit Schneefall keine Chance. Im Finale gewann sie überlegen gegen die Russin Natalia Sobolewa.

Auch Baumeister überzeugte und hatte nur im Halbfinale gegen den späteren Zweiten Tim Mastnak aus Slowenien das Nachsehen. Das Duell um die Bronzemedaille entschied der 25-Jährige gegen den erfahrenen Russen Vic Wild, der in Sotschi zweimal Olympia-Gold geholt hatte. Der Rosenheimer gewann für Snowboard Germany die erste deutsche Männer-Medaille nach zehn Jahren Durststrecke.

Nur wenige Minuten vor Baumeisters Bronze-Fahrt hatte Jörg schon für den ganz großen Coup gesorgt und ihr WM-Trauma besiegt - vor vier Jahren am Kreischberg war sie enttäuschte Vierte geworden. Zuletzt ging Snowboard Germany bei zwei Weltmeisterschaften leer aus, Jörg ist die erste Weltmeisterin seit Isabella Laböck im Jahr 2013.

Sie profitierte von der Abwesenheit der jahrelang überragenden Olympiasiegerin Ester Ledecka (Tschechien), die auf Park City verzichtete, um bei der Ski-WM in Schweden anzutreten. Jörg schlug in den K.o.-Runden unter anderem im Viertelfinale ihre Teamkollegin Carolin Langenhorst (23). Ramona Hofmeister (22) als Olympia-Dritte von Pyeongchang war schon in der ersten K.o.-Runde ebenso wie Elias Huber (19) ausgeschieden. Am Dienstag steht der Parallel-Slalom an.

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