Shorttrackerin Anna Seidel hat am Abschlusstag des Heim-Weltcups in Dresden erneut den Einzug in die Finalläufe verpasst.

Die zweimalige Olympiateilnehmerin stürzte vor 2422 Zuschauern im Halbfinale über 1000 Meter und wurde anschließend auch noch disqualifiziert. Nach Platz 14 am Vortag kam sie diesmal auf Rang zehn.

„Ich habe die holländische Läuferin ganz normal überholt und war eigentlich schon vorbei. Aber die Schiedsrichterentscheidung ist leider wieder gegen mich ausgefallen“, ärgerte sich die 20-Jährige. „Natürlich bin ich enttäuscht. Langsam reicht es mir, dass ich wieder nicht zeigen konnte, was ich eigentlich drauf habe“, fügte Seidel an. Sie hatte bereits bei Olympia in Pyeongchang und zuletzt bei der EM in Dordrecht (Niederlande) durch Stürze ihre Chancen eingebüßt.

Die deutsche Mixed-Staffel mit Anna Seidel, Bianca Walter, TobiasPietsch (alle Dresden) und Adrian Lüdtke (Rostock) erreichte im B-Finale mit deutschem Rekord von 2:42,361 Minuten den vierten Platz und belegte damit insgesamt Rang acht. „Das war mehr, als wir uns erwartet hatten. Darauf können wir aufbauen“, sagte Bianca Walter. Auch Sportdirektor Matthias Kulik zeigte sich zufrieden: „Wir sehen unter dem neuen Bundestrainer Stuart Horsepool eine klare Entwicklung. Er hat Struktur reingebracht.“

Die Athleten aus Südkorea dominierten auch in Dresden. Bei den Männern stellten sie sogar alle Sieger auf den vier Einzeldistanzen.

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