Eisschnelllauf-EM Nico Ihle mit Glücksgefühlen Richtung Heim-WM

Nico Ihle hat seine dritte Medaille bei Eisschnellauf-Europameisterschaften knapp verpasst. Foto: Peter Dejong/AP
Nico Ihle hat seine dritte Medaille bei Eisschnellauf-Europameisterschaften knapp verpasst. Foto: Peter Dejong/AP © Foto: Peter Dejong
Klobenstein / Von Frank Thomas, dpa 13.01.2019

In der Sonne von Klobenstein zog ein Lächeln über das Gesicht von Nico Ihle. Grund war der erste Podestplatz eines deutschen Eisschnellläufers nach dem schwierigen Neuanfang im Verband aufgrund der deprimierenden Nullnummer bei Olympia in Pyeongchang.

„Ich fahre mit einem guten Gefühl nach Hause. Jetzt habe ich die Zuversicht, dass es bei der WM in Inzell noch ein Stück weiter nach vorn geht“, meinte Sachse nach Platz drei über 1000 Meter.

Nach Platz vier zum Auftakt war Ihle am Samstag auf der Freiluftbahn in der Bergwelt von Südtirol nur von dem Bahnrekord sprintenden Holländer Thomas Krol (1:08,68) und dem erfolgeichen Titelverteidiger Kai Verbij unterboten worden. EM-Medaillen wurden allerdings nur im Sprint-Vierkampf vergeben. Dort reichte es für Ihle nach einem vom Winde verwehten 500-Meter-Rennen nur zu Rang fünf. „Jetzt weiß ich, dass ich ganz nah dran bin. Ich werde nun zwei Tage Pause einlegen, dann daheim Krafttraining machen und schon ab 21. Januar mit der Inzeller Trainingsgruppe in die WM-Vorbereitung starten“, beschrieb er seinen Plan bis zur ersehnten WM-Medaille.

Seit dem Rücktritt von Klaus Ebert nach Eintritt ins Rentenalter bereitet sich Ihle ohne Trainer als Autodidakt mit seinem Bruder Denny auf der Freiluftbahn am Chemnitzer Küchwald auf die Rennen vor. Er plant nach zwei achten Plätzen bei Olympia von Jahr zu Jahr, hat aber Peking 2022 nicht aus den Augen verloren. Ein Podestplatz bei der Heim-WM vom 7. bis 10. Februar wäre für ihn der ideale Rückenwind, die Karriere noch ein paar Jahre zu verlängern.

In Inzell wird Ihle mit Joel Dufter trainieren, der ihm bei der deutschen Meisterschaft den Titel entriss. Wie nah Dufter dran ist, zeigte auch dessen vierter Platz hinter Ihle am Samstag. „Wir reden bei der WM nicht über Top 10, es soll ein bisschen weiter nach vorn gehen“, meinte der Inzeller zuversichtlich.

In Südtirol berichtete er, wie in seinem Heimatort derzeit darum kämpft, der Schneemengen Herr zu werden. „Ich bin jetzt erleichtert, als ich gehört habe, dass die Turnhalle und unser Kraftraum erst mal von den Schneemassen befreit wurden. In Gedanken bin ich schon bei der WM“, gestand Dufter, dessen Schwester Roxanne als Achte im Mehrkampf gleichfalls ansteigende Form bewies.

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