Der deutsche Para-Wintersport verliert sein größtes Aushängeschild. Die siebenmalige Paralympics-Siegerin Anna Schaffelhuber hat im Alter von 26 Jahren etwas überraschend ihre Karriere beendet.

„Schwer war die Entscheidung nicht. Es war ein Gefühl. Und dieses Gefühl hat sich für mich richtig angefühlt“, sagte die Monoski-Fahrerin „BR24 Sport“: „Ich habe diese Entscheidung ein wenig mit mir mitgetragen vor allem im letzten Jahr. Aber es fühlt sich richtig an.“

Es sei „keine Entscheidung gegen den Sport, sondern eine, für meine Zukunft, vielleicht auch für eine etwas privatere Zukunft mit etwas anderen Aufgaben“, sagte die Regensburgerin. Schaffelhuber hat im Sommer geheiratet und ist im Referendariat an einer Realschule.

Ihr sei „bewusst, dass ein Rücktritt mit 26 Jahren früh erscheint. Dennoch fühlt es sich mit sieben paralympischen Goldmedaillen, elf WM-Titeln, sechs Gesamtweltcup-Siegen und 67 Einzelweltcup-Siegen komplett an und ich freue mich auf neue Herausforderungen.“

Kritik äußerte Schaffelhuber an der Struktur des Behindertensports. „Es muss sich definitiv in der Förderung noch sehr, sehr viel ändern“, sagte sie. Sie könne sich vorstellen, künftig als Coach oder Beraterin für den Verband oder die Politik zu arbeiten. „Da könnte ich, glaube ich, gute Rückmeldungen geben“, erklärte sie: „Aber am Ende des Tages will ich auch gehört werden.“

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