Deutschlands in der abgelaufenen Saison bester Skispringer, Karl Geiger, hält Regeländerungen wegen der zuletzt großen Zahl an Kreuzbandrissen für keine gute Idee. „Ganz ehrlich, ich wüsste nicht, was wir an den Regeln ändern sollten“, sagte der 27-Jährige dem „Münchner Merkur“.

„Es stimmt sicher, dass zum Beispiel die Keile in den Schuhen Knieverletzungen wahrscheinlicher gemacht haben. Dafür sind die Flüge sicherer geworden“, meinte Geiger. „Wenn man sich anschaut, wie viele Saltos es noch vor ein paar Jahren gegeben hat. Wo Leute mit dem Rücken auf den Hang gekracht sind. Ich glaube, die Vermeidung von solchen Stürzen ist wichtiger als von denen bei der Landung. Wenn man an die Keile geht, dann sollte man das mit Augenmaß tun.“

Zuletzt hatte sich unter anderen der frühere Weltklasse-Springer Jens Weißflog dafür ausgeaprochen, Keile in den Schuhen zu verbieten. Erst in der vergangenen Woche hatte sich der Hesse Stephan Leyhe bei der Qualifikation für den später abgesagten Wettkampf in Trondheim einen Kreuzbandriss im linken Knie zugezogen.

Geiger sieht eher die Jury gefordert. „Man sollte zum Beispiel bei Rückenwind nicht mehr so weit springen lassen. Weil du bei diesen Bedingungen zwangsläufig eine andere Flugkurve hast und aus einer größeren Höhe runterfällst“, sagte der Oberstdorfer. „Dann ist es sicher von Vorteil, wenn du in einem Bereich landest, wo der Hang noch steiler ist. Das ist etwas, woran man in jedem Fall ansetzen sollte.“

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