Der gekündigte Eisschnelllauf-Bundestrainer Erik Bouwman soll nach Ansicht des kommissarischen Verbands-Präsidenten Matthias Große keine Abfindung erhalten.
„Selbstverständlich ist sein Arbeitsvertrag juristisch geprüft worden und mein Anwaltsteam ist sich sicher, dass keine Abfindung zu leisten ist“, sagte Große in einem auf der DESG-Homepage veröffentlichten Interview. Bouwman hatte rechtliche Schritte gegen die Kündigung zum 31. Juli angekündigt.
Erneut wandte sich Große gegen die Kritik der Athletensprecher Moritz Geisreiter und Leon Kaufmann-Ludwig. Derzeit nutzten beide „scheinbar jede Möglichkeit, um meine Arbeit zu diskreditieren. Sie versuchen hierbei stets den Eindruck zu erwecken, sie sprächen im Namen der Athleten, die sich in einer Umfrage negativ zu meinen Ambitionen als Präsident geäußert hätten.“ Sie würden dabei aber verschweigen, dass sie die Umfrage mit den Worten eingeleitet haben, sie würden sehr kritisch auf Matthias Große als Präsidentschaftskandidat blicken und ihn nicht für einen geeigneten Kandidaten halten, wenn es Alternativen gibt.“
Beide hätten bislang nicht persönlich mit ihm gesprochen, „trotzdem führen sie einen öffentlichen Feldzug gegen mich“, sagte Große. „Die Athletensprecher täten zum Wohle des Verbandes gut daran, sich an die Fakten zu halten und keine nachweislich falschen Abläufe zu kommunizieren“, unterstrich der 52 Jahre alte Berliner.
Die beiden Athletensprecher hatten zuletzt in der „Süddeutschen Zeitung“ betont, dass es für die Kündigung Bouwmans keine Zustimmung der Athleten gegeben habe. Geisreiter sprach von einem sich zum Negativen verändernden Klima im Verband.
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