Die seit elf Tagen vermisste ehemalige Skirennläuferin Blanca Fernández Ochoa ist am 4. September tot in einem Gebirge nahe Madrid gefunden worden.

Die Leiche der 56-jährigen Olympia-Medaillengewinnerin sei auf dem Gipfel La Peñota (1945 Meter) in der Sierra de Guadarrama entdeckt worden, berichtete die spanische Zeitung „El País“ unter Berufung auf Polizeiquellen. Den Angaben zufolge soll sie eine schwere Kopfverletzung aufweisen, die vermutlich von einem Sturz stammt.

Seit Tagen hatten hunderte Einsatzkräfte - darunter Polizisten mit Spürhunden, die Zivilgarde und freiwillige Helfer - das Wandergebiet durchkämmt. Zuletzt waren auch Drohnen in dem teilweise unwegsamen Gebiet eingesetzt worden.

Spitzenpolitiker wie Regierungschef Pedro Sánchez drückten der Familie auf Twitter ihr Beileid aus. „Sie hat für unseren Sport Geschichte geschrieben und uns viel zu früh verlassen“, schrieb Albert Rivera, Chef der liberalen Partei „Ciudadanos“. Der spanische Sportminister José Guirao bezeichnete den Tod der „großartigen Athletin“ als „schreckliche Nachricht für die Welt des Sports“.

Die frühere Sportlerin hatte 1992 als Höhepunkt ihrer Karriere in Albertville im Slalom Olympia-Bronze gewonnen. Es war die zweite und bis heute letzte olympische Medaille für Spanien in den alpinen Wettbewerben. Ihr Verschwinden hatte in ihrer Heimat in den vergangenen Tagen viele Schlagzeilen gemacht.

Ihrer Familie soll sie gesagt haben, sie wolle fünf Tage wandern gehen. Als sie nach dieser Zeit nicht zurückgekehrt war, hatten die Angehörigen die Behörden informiert. Am Sonntag wurde schließlich ihr Auto nahe Cercedilla in der Sierra de Guadarrama auf einem Parkplatz gefunden - in einer Gegend, wo viele Trekkingpfade starten.

Tweet der Nationalpolizei

Tweet der Polizei zum Fund des Autos

Bericht spanisches Fernsehen

Bericht El País

Tweet Albert Rivera

Tweet Pedro Sánchez