Die Sommer-Weltmeisterschaft der Biathleten in Ruhpolding fällt aus und wird ersatzlos gestrichen.
Wie der Weltverband IBU am 7. Juni mitteilte, ist eine Durchführung der ursprünglich vom 20. bis 23. August geplanten Titelkämpfe in Bayern aufgrund der Coronavirus-Pandemie nicht möglich, da noch bis 31. August keine Großveranstaltungen in Deutschland durchgeführt werden dürfen.
Eine Verschiebung auf einen späteren Zeitpunkt wurde geprüft, musste aufgrund der bestehenden Unsicherheiten aber verworfen werden, wie der Deutsche Skiverband (DSV) mitteilte. Der DSV und die Veranstalter in Ruhpolding haben daher beschlossen, sich um die Austragung der Sommer-WM 2022 zu bewerben. Dieser Schritt werde vom Weltverband ausdrücklich begrüßt, hieß es vom DSV.
An vier Wettkampftagen hätten die Weltmeister bei den Frauen, Männern, Juniorinnen und Junioren auf Skirollern ermittelt werden sollen. Auch die deutschen Top-Athleten um Denise Herrmann und Arnd Peiffer wollten in Vorbereitung auf die Ende November beginnende Winter-Saison eigentlich dabei sein.
Die Weltcup-Wettkämpfe sind bislang noch nicht von der Corona-Krise betroffen. Die IBU plant derzeit mit Stationen in elf Ländern, dazu gehört auch ein Test-Event für die Olympischen Winterspiele 2022 in Chinas Hauptstadt Peking. Die nächste WM findet im Februar 2021 auf der Pokljuka in Slowenien statt. In der kommenden Saison sind auch wieder Weltcups in Oberhof und Ruhpolding im Januar 2021 geplant. Unklar ist noch, ob diese vor leeren Rängen stattfinden müssen. Derzeit läuft der Ticketvorverkauf ganz normal.