Die deutschen Biathlon-Männer haben zum Abschluss der WM im schwedischen Östersund eine Medaille im Massenstart verpasst.

Bei widrigen Bedingungen mit dichtem Schneefall und wechselnden Winden lief Arnd Peiffer als bester Deutscher auf Rang sechs. Der Einzel-Weltmeister leistete sich vier Fehler und hatte nach 15 Kilometern 39,6 Sekunden Rückstand auf den Überraschungssieger Dominik Windisch. Der Italiener verwies mit drei Fehlern Antonin Guigonnat aus Frankreich (3/+ 22,8 Sekunden) und den Österreicher Julian Eberhard (4/+ 23,3 Sekunden) auf die Plätze. Windisch trat damit die Nachfolge von Simon Schempp an. Der Uhinger hat wegen Formschwäche seine Saison bereits vorzeitig beendet.

„Platz sechs ist gut für mich. Heute war es ein kurioses Rennen, so viele Fehler habe ich selten gesehen. Mein Fazit ist sehr positiv“, sagte Peiffer, der auch Silber in der Mixed-Staffel holte, im ZDF. Benedikt Doll kam nach fünf Strafrunden als Achter ins Ziel. Philipp Nawrath (5) wurde 15., Erik Lesser (6) nur 27. Damit beenden die Schützlinge von Bundestrainer Mark Kirchner nach Einzel-Gold von Peiffer und Silber in der Staffel die WM mit zwei Medaillen.

Der bis zum letzten Schießen mit dem Russen Jewgeni Garanitschew führende viermalige Weltmeister Johannes Thingnes Bö schoss sich mit fünf Strafrunden im letzten Anschlag aus den Medaillenrängen und wurde nur 13. Damit verpasste der Norweger die historische Chance, als Zweiter im Biathlon-Sport nach Laura Dahlmeier bei einer WM fünf Goldmedaillen und sechs Medaillen insgesamt zu gewinnen.

Der siebenmalige Weltcup-Gesamtsieger Martin Fourcade wurde nur 24. und holte damit erstmals seit zehn Jahren bei einem Großereignis keine Medaille.

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