Kugelstoßen Zehnkämpfer Abele: Großes Comeback mit Kugelstoß-Bestweite

Mit aller Kraft – und rotem Kopf: Arthur Abele im Kugel-Ring.
Mit aller Kraft – und rotem Kopf: Arthur Abele im Kugel-Ring. © Foto: Lars Schwerdtfeger
chu 21.12.2015
Zehnkämpfer Arthur Abele ist wieder da! Nur sieben Monate nach seinem Achillessehnenriss gelang dem 29-Jährigen beim Hallensportfest des SSV 46 mit 15,71 m im Kugelstoßen eine persönliche Bestleistung.

Arthur Abele hat ein Ausrufezeichen gegenüber der starken Zehnkampf-Konkurrenz um die olympischen Rio-Tickets im nächsten Jahr gesetzt. Damit war er aber nicht der einzige, der sich bei einer Rekordbeteiligung von etwa 340 Athleten in der Messehalle über einen gelungenen Leistungstest freuen durfte.

Vor allem in den Sprints und Hürdensprints ging es beim Hallensportfest des SSV 46 in den teilweise riesigen Nachwuchsfeldern ordentlich zur Sache. Schnellster 60-m- Mann des Tages war der 18-jährige Manuel Eitel, der im direkten Duell mit Mathias Brugger 6,94 Sekunden vorlegte. Bei den fliegenden Sprints über 30 m jagte das 16-jährige Weitsprung-Ass Marcel Cymcyk mit 2,96 Sekunden als schnellster aller Teilnehmer durch die Lichtschranken und sicherte sich so auch den Gesamtsieg im Sprintdreikampf vor Klubkollege Henry Behrens.

Bei den Frauen siegte bei ihrem Comeback Weitspringerin Maria Herbinger, in der Jugend U 20 reichte es für Jasmin Häge vor allem dank starker 3,37 Sekunden „fliegend“ für Platz zwei vor Mehrkämpferin Kerstin Steinle (SG Dettingen/Donau), die sich daneben noch den Sieg über die 60 m Hürden mit 9,28 Sekunden und den zweiten Rang im Kugelstoßen mit 11,61 m holte.

Im Kugelstoßen der Männer hatte Abele trotz seiner Bestleistung von 15,71 m knapp das Nachsehen gegenüber Spezialist Silas Ristl, der mit seinen 16,06 allerdings ebenso haderte wie Mathias Brugger, der mit 14,83 noch unter den Trainingsleistungen blieb.

Zufrieden zeigten sich die Trainer mit dem Hochsprung-Comeback von Benno Freitag. Eineinhalb Jahre nach seiner schweren Verletzung war der 20-jährige erstmals wieder voll belastbar und überzeugte mit 2,05 m aus stark verkürztem Anlauf. Verkürzter Anlauf auch noch bei den Stabhochwettbewerben, die mit Siegen für Tim Nowak mit 4,40 m beziehungsweise Stefanie Dauber mit 3,50 m endeten.

Sehr zufrieden war auch hier wieder Manuel Eitel, dem aus der deutlich verringerten Geschwindigkeit mit 4,40 sogar Bestleistung gelang. Einen ordentlichen Einstand in der U 20 gab U 18- WM-Teilnehmer Maximilian Vollmer, der mit 6,33 im Weitsprung und 14,02 mit der Kugel ganz glücklich sein konnte.

Auch Naemi Ristl gelang mit 11,38 ein guter Einstieg mit dem höheren Kugelgewicht der U 20. In den Nachwuchswettbewerben der U 16, die teilweise besetzt waren wie württembergische Meisterschaften besetzt waren und in ihrer Masse Kampfrichter und Helfer an den Rand der Belastbarkeit führten, taten sich lokale Talente mit guten Platzierungen schwer. Der einzige Sieg gelang Annika Schepers (SG Dettingen/Donau) im Kugelstoßen der W 14 mit 9,38 m. Janis Kaatz (SSV 46) ragte bei der M 14 mit zwei zweiten Plätzen über 60 m Hürden und im Hochsprung heraus, wo er mit 9,12 Sekunden beziehungsweise 1,53 m seine Bestleistungen jeweils pulverisierte. Einen sechsten Rang erreichte Carolin Bender (SSV 46) mit 1,48 m im Hochsprung. Jeweils Siebte wurden die 60 m-Sprinterinnen Kim Strohmaier (SSV 46) mit 8,48 Sekunden in der W 15 und Kim Gaupp (TSV Erbach) mit 8,71 Sekunden in der W 14.