Bietigheim-Bissingen Youngster Fink lässt aufhorchen

Der neue Steelers-Verteidiger Benjamin Hüfner (rechts) knöpft sich seinen Frankfurter Gegenspieler an der Bande vor.
Der neue Steelers-Verteidiger Benjamin Hüfner (rechts) knöpft sich seinen Frankfurter Gegenspieler an der Bande vor. © Foto: Helmut Pangerl
Bietigheim-Bissingen / ANDREAS EBERLE 18.08.2014
Die Bietigheim Steelers mussten bei ihren ersten beiden Vorbereitungsspielen gegen Kassel (5:4) und Frankfurt (5:6) jeweils ins Penaltyschießen. Youngster Michael Fink schoss bei beiden Tests ein Tor. Auch Benjamin Kronawitter empfahl sich.

Die Bietigheim Steelers haben das hessische Testspiel-Wochenende mit einem Sieg und einer Niederlage beendet. Am Samstag bezwang die neu formierte Mannschaft aus dem Ellental die Kassel Huskies - einen künftigen Mitbewerber in der Deutschen Eishockey-Liga 2 (DEL 2) - mit 5:4 nach Penaltyschießen. Am Sonntagabend unterlag der SCB dann gegen den zweiten Aufsteiger Löwen Frankfurt mit 5:6 - ebenfalls auf eigenem Eis und nach Penaltyschießen. "Die Ergebnisse sind nicht entscheidend für mich. Mir ist es wichtig, dass unsere jungen Spieler und die Probespieler Eiszeit bekommen. Sie sollen zeigen, was sie können", sagte Trainer Kevin Gaudet nach den ersten zwei Tests im Rahmen der Vorbereitung auf die Spielzeit 2014/2015.

In beiden Partien traten die Steelers mit vier Reihen an. Im Tor wechselten sich gegen Kassel Rückkehrer Sinisa Martinovic und Andreas Mechel ab. Gegen Frankfurt spielte Mechel sogar komplett durch. Von den Feldspielern trumpfte im Duell gegen die Huskies speziell Probeakteur Benjamin Kronawitter groß auf. Der 23-jährige Stürmer erzielte beim 5:4 (3:0, 1:3, 1:1) gleich zwei Tore - eine erste gute Bewerbung um einen Vertrag beim SCB. Der zweite Bietigheimer Tryout-Spieler, der US-Amerikaner Archie Skalbeck, ging dagegen leer aus. Die weiteren Treffer der Gaudet-Schützlinge besorgten Max Prommersberger, Youngster Michael Fink und Marcus Sommerfeld. Letzterer verwandelte den entscheidenden Penalty. Für Kassel waren Matt Tomassoni, Manuel Klinge, Mike Collins und Carter Proft erfolgreich.

Bei der 5:6-Niederlage am Sonntag gegen Frankfurt erlaubten sich die Steelers vor den offiziell 898 Zuschauern in der EgeTrans Arena einen kapitalen Fehlstart. Nach Toren von Landon Gare (3.), Marton Vas (8.) und Richard Gelke (10.) lagen die Löwen schnell mit 3:0 vorne. Im Mitteldrittel brachten Fink (24.) und Sommerfeld (28./Überzahl) den SCB wieder auf 2:3 heran. Doch nach einem Zuspiel des Ex-Bietigheimers Henry Martens gelang David Cespiva in der 34. Minute noch das 4:2 für die bis dahin stark aufspielenden Frankfurter.

Im Schlussdrittel drehten die Steelers zunächst die Begegnung - vor allem auch dank ihres exzellenten Überzahlspiels. Dominic Auger mit zwei Mann mehr auf dem Eis (51.) und Robin Just schafften innerhalb von 17 Sekunden den 4:4-Ausgleich (52). Just markierte kurz darauf schließlich gar das 5:4 für die Hausherren (53.). Doch acht Sekunden vor der Schlusssirene egalisierte Gare, der schon den ersten Treffer der Löwen erzielt hatte. Nach einer torlosen Verlängerung vergaben im Penaltyschießen Fink und Skalbeck auf Bietigheimer Seite, während Nils Liesegang für die Hessen erfolgreich war.

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