Cavalese WM auch ohne Einsatz ein Gewinn

Kombinierer Manuel Faißt: WM-Ausflug für den Erfahrungsschatz. Foto: dpa
Kombinierer Manuel Faißt: WM-Ausflug für den Erfahrungsschatz. Foto: dpa
Cavalese / KLAUS VESTEWIG 02.03.2013
WM-Teilnahme ohne einen einzigen Einsatz - das ist nicht leicht. Kombinierer Manuel Faißt aus Baiersbronn muss es klaglos hinnehmen.

Die Tage in Liberec Ende Januar wird Manuel Faißt in seinem Leben sicherlich nicht mehr vergessen. Da gelang dem 20-Jährigen bei der Junioren-WM in Tschechien ein Triumphzug: Der Baiersbronner gewann in der Nordischen Kombination drei Goldmedaillen - zwei im Einzel, dazu in der Mannschaft.

Vor allem deswegen nominierte ihn Bundestrainer Hermann Weinbuch für die Nordische WM in Val di Fiemme. Dort ist die Rolle für den Schwarzwälder allerdings schwierig: Er wird die Heimreise ohne einen einzigen Einsatz antreten müssen. "Er hätte nur mit fantastischen Trainingsleistungen eine Chance gehabt", macht Weinbuch deutlich.

"Schade, dass es nicht geklappt hat mit einem Einsatz, aber die Trainer haben so entschieden, daran kann ich nichts ändern", sagt Faißt bedauernd, fügt aber hinzu: "Dennoch bin ich natürlich sehr zufrieden mit dem Verlauf der Saison." Auf einen Start auf der Großschanze hatte sich der Sportsoldat keine Hoffnung gemacht, er hatte insgeheim aber mit einem Einsatz auf der Normalschanze geliebäugelt. "Ich springe etwas besser, Fabian Rießle läuft etwas besser - die Trainer haben sich für ihn entschieden." Im Aufgebot zu stehen, hält Faißt dennoch für einen Gewinn: "Das mitzuerleben und die WM nicht am Fernseher zu verfolgen, ist hilfreich für meine Karriere."

Mit viel Motivation will Faißt jetzt die letzten Weltcups in Lahti (8./9. März) und in Oslo (15./16. März) bestreiten. "Mein Ziel ist Olympia in Sotschi. Dazu muss ich mich im Laufen und auch in der Stabilität im Springen noch verbessern. Aber ich bin ja noch jung." Der Bundestrainer sieht noch viel Potenzial: "Manuel kann sich besonders noch in der Sprungkraft und -Technik verbessern. Und im Laufen muss er noch viele Kilometer machen." Ein hartes Programm für den jungen Mann bis Sotschi.