Bietigheim-Bissingen Wiedersehen mit Justin Kelly: Steelers in Ravensburg und Kaufbeuren

Der ehemalige Steelers-Star Justin Kelly (hinten) hat bei den Ravensburg Towerstars prächtig eingeschlagen. Mit 15 Punkten führt der kanadische Mittelstürmer die teaminterne Scorerliste an - und trägt darum auch den goldenen Helm.
Der ehemalige Steelers-Star Justin Kelly (hinten) hat bei den Ravensburg Towerstars prächtig eingeschlagen. Mit 15 Punkten führt der kanadische Mittelstürmer die teaminterne Scorerliste an - und trägt darum auch den goldenen Helm. © Foto: Imago
Bietigheim-Bissingen / ANDREAS EBERLE 18.10.2013
Die Bietigheim Steelers setzen ihre Auswärtstournee in der Deutschen Eishockey-Liga 2 (DEL 2) am Wochenende fort. Heute gastiert der Spitzenreiter bei den Ravensburg Towerstars - dem Klub des früheren SCB-Stars Justin Kelly. Am Sonntag geht es zum ESV Kaufbeuren.

Der Name Justin Kelly ist fest mit der Meisterschaft 2009 der Bietigheim Steelers verknüpft. Der kanadische Center war einer der Garanten für den ersten Titelgewinn des SCB in der Zweiten Liga und wurde 2010 sogar als bester Spieler der Saison ausgezeichnet. Kurz darauf wagte Kelly nach drei Jahren im Ellental den Sprung in die DEL, in der er erst für Krefeld und dann für Düsseldorf auflief. Der ganz große Durchbruch blieb ihm aber verwehrt. Über den Umweg IF Troja-Ljungby in Schweden kehrte er zu dieser DEL-2- Runde in die zweithöchste deutsche Spielklasse zurück - und heute (20 Uhr) schließt sich für Kelly nun der Kreis, wenn er mit seinem jetzigen Arbeitgeber Ravensburg Towerstars auf die Steelers trifft. "Von der damaligen Bietigheimer Mannschaft ist bis auf René Schoofs und die Betreuer zwar niemand mehr dabei. Trotzdem freue ich mich sehr darauf, gegen meinen früheren Klub zu spielen", sagt Kelly, der ein "attraktives, offensiv geführtes und spannendes Duell" prophezeit.

Der 32-jährige Routinier bildet bei den Towerstars mit seinen Landsleuten Brian Maloney und Dustin Cameron eine der stärksten Angriffsreihen der DEL 2. Mit 15 Scorerpunkten (vier Tore, elf Assists) ist Kelly beim Tabellenfünften der derzeit beste Scorer. Hinzu kommt mit seinem Namensvetter Matt Kelly, mit dem er allerdings nicht verwandt ist, einer der punktbesten Verteidiger der Liga. Der deutsch-finnische Trainer Petri Kujala muss heute den zweiten Sturm umbauen, da Christopher Oravec mit einer Armblessur ausfällt.

Die Steelers-Kontingentspieler brauchen sich hinter der Ravensburger "Kelly Family" freilich nicht zu verstecken. David Wrigley führt nach zehn Spieltagen mit 21 Zählern die Gesamtscorerliste an, Greg Squires ist mit 17 Punkten Zweiter. Nur der vor zwei Wochen verpflichtete Patrick Asselin scheint noch Ladehemmung zu haben. In bisher vier Einsätzen sprangen für den Kanadier nur ein Tor und eine Vorlage heraus. "Patrick fehlen ein paar Wochen Training, darum ist er noch nicht topfit. Er wird aber 100-prozentig noch kommen", stellt Steelers-Coach Kevin Gaudet fest.

Am Sonntag (19 Uhr) wartet auf seine Mannschaft dann beim ESV Kaufbeuren die dritte Auswärtsaufgabe innerhalb von acht Tagen. Das erste Hauptrundenduell haben die Steelers gegen die Allgäuer klar mit 7:3 für sich entschieden. Allerdings hat sich Kaufbeuren seitdem deutlich gesteigert. So feierte das junge ESV-Team nach dem Fehlstart mit vier Pleiten in Folge klare Siege in Heilbronn (5:2), Weißwasser (4:1) und Garmisch (5:1) - wodurch es in der Tabelle vom letzten auf den neunten Rang kletterte. Gaudet: "Das ist eine sehr gefährliche Mannschaft. Ich erwarte dort ein wesentlich härteres Spiel als bei uns."

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