Friedrichshafen/Dresden Volleyballer von Euphorie weit entfernt

Friedrichshafen/Dresden / DPA/EB 20.04.2015
Der VfB Friedrichshafen hat das erste Playoff-Finalspiel gewonnen. Auch die Stuttgarterinnen dürfen trotz Niederlage weiter vom Titel träumen.

Der VfB Friedrichshafen hat im ersten Playoff-Finale um die deutsche Volleyball-Meisterschaft souverän vorgelegt, von Euphorie war nach dem Sieg gegen Titelverteidiger Berlin Volleys aber nichts zu spüren. "Das ist nett und schön", sagte VfB-Trainer Stelian Moculescu am Samstag nach dem 3:1 (25:20, 23:25, 25:17, 25:23) in Friedrichshafen. "Aber wenn wir jetzt in Berlin verlieren sollten, steht es 1:1 und es geht wieder von vorne los."

Dennoch kann der Pokalsieger vor dem zweiten Spiel in der Serie "Best of Five" am Mittwoch nun noch mehr vom Double träumen. Die Berliner sollen zudem nach ihren drei Meistertiteln in Serie wieder abgelöst werden als deutsche Nummer eins. "Wir wissen, dass es sehr schwer ist, in Berlin zu gewinnen. Es ist aber nicht unmöglich", sagte der französische Nationalspieler Benjamin Toniutti. "Wir wollen alles geben, damit wir, wenn wir nach Friedrichshafen zurückkommen, zwei Siege in der Tasche haben." In diesem Fall könnte der VfB schon am kommenden Sonntag im dritten Spiel zu Hause die Meisterschaft holen.

Dass Friedrichshafen vor 2767 Zuschauern in der bei weitem nicht ausverkauften ZF-Arena nur im verlorenen zweiten Satz Probleme hatte, lag besonders an zwei Spielern: Als sich der etatmäßige Zuspieler Simon Tischer im ersten Durchgang am rechten Fuß verletzt hatte, sprang Toniutti in die Bresche und dirigierte den VfB souverän. "Ich bin froh, zwei Zuspieler von Weltklasseformat zu haben. Toniutti hat das Spiel sehr gut gelenkt", erklärte Moculescu. Zudem wurde der Diagonalangreifer Michael Finger nach einer starken Leistung zum wertvollsten Spieler der Partie gewählt.

Die Damen des MTV Allianz Stuttgart haben sich derweil beim Dresdner SC stark präsentiert. Auch wenn das Team aus der Landeshauptstadt knapp mit 2:3 (23:25, 26:16, 23:25, 25:22, 15:7) verlor, dürfen die Stuttgarterinnen weiter vom ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte träumen. Zweimal lag der MTV um Trainer Guillermo Naranjo Hernandez in Front und unterlag erst im Tie-Break. Damit führen die Sachsen in der Best-of-Five-Serie mit 1:0. Allerdings hat der MTV jetzt den Heimvorteil im Rücken: Das zweite Finalspiel steigt am kommenden Samstag (19.30 Uhr) in der Stuttgarter Scharrena.