Rastbüchl Vierschanzentournee ist noch tabu

Am Sonntag feierte Skisprung-Weltmeister Severin Freund seinen zweiten Platz bei der Wahl zum "Sportler des Jahres", am Donnerstag bekocht er seine Familie.
Am Sonntag feierte Skisprung-Weltmeister Severin Freund seinen zweiten Platz bei der Wahl zum "Sportler des Jahres", am Donnerstag bekocht er seine Familie. © Foto:  Actionpress
Rastbüchl / SID/DPA 24.12.2015
Die Erwartungen an Severin Freund sind vor der Vierschanzentournee so groß wie schon lange nicht mehr. Um dem Druck zu entgehen, schottet sich der Weltmeister über Weihnachten ab.

An die vier Schanzen, die zwischen ihm und seinem großen sportlichen Traum liegen, will Severin Freund an den Feiertagen keinen Gedanken verschwenden. "Für mich heißt Weihnachten: Gutes Essen, schöne Zeit und nicht viel an Skispringen denken", sagt der große deutsche Hoffnungsträger bei der 64. Vierschanzentournee.

Die kurze Verschnaufpause unterm Weihnachtsbaum kommt dem 27-Jährigen gerade recht, denn von Sonntag an ist es für ihn mit der Ruhe vorbei. Dann steht die 150 km kurze Reise von seiner Wahlheimat München nach Oberstdorf an. Am Montag (Qualifikation/17.15 Uhr, ARD und Eurosport) und Dienstag (Springen/17.15 Uhr, ARD und Eurosport) kämpft Freund dann wieder darum, als erster Deutscher seit Sven Hannawald 2001/2002 die Traditionsveranstaltung auf den legendären vier Schanzen zu gewinnen.

Zuvor steht aber die Familie im Mittelpunkt, die Freund wie gewohnt bekochen wird. Im Vorjahr überzeugte seine Ente mit Maronenpüree und Apfelkirschsoße vollends.

Zumindest am Herd steckt Freund seinen slowenischen Widersacher Peter Prevc locker in die Tasche. Im Kerngeschäft Skispringen ist dies derzeit nicht so: Nach zuletzt drei Siegen in Folge fährt Prevc als haushoher Favorit zur Tournee. Doch Freund weiß: "Ab Oberstdorf werden die Karten neu gemischt." Dass es für ihn zuletzt in Engelberg mit Platz sechs und acht nicht allzu gut lief, bereitet Bundestrainer Werner Schuster keine Sorgen: "Viel wichtiger ist, wie man aus der Weihnachtspause kommt. Für Severin heißt das: Körperlich und geistig fit sein, athletisch im Rhythmus bleiben, neue Kraft tanken." Und das gelingt Freund immer noch bestens am heimischen Herd.

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