Trotz acht Siegen aus acht Landesliga-Pflichtspielen hat die Eishockeymannschaft des VfE Ulm/Neu-Ulm nach den zuletzt zwei knappen Erfolgen (3:2 gegen Burgau und 5:4 in Bad Aibling) noch einiges aufzuarbeiten. „Die letzten zwei Spiele haben gezeigt, dass wir alles andere als souverän waren“, sagt Devils-Trainer Robert Linke vom ungeschlagenen Tabellenführer. Am Freitag (20 Uhr) empfangen die Devils den EV Bad Wörishofen im heimischen Eisstadion und am Sonntag (18 Uhr) gastiert der VfE zum Derby beim ESV Burgau 2000.

Schlechter Start, passive Spielweise

Als Baustellen nennt der Coach, dass sein Team häufig schlecht in die Partie startet und oft nur passiv agiert: „Dazu gerieten wir zuletzt immer in Rückstand. Zwar hatten wir die Qualität jeweils die Partie zu drehen, aber das kann auch nach hinten losgehen“, warnt Linke: „Wir müssen den Gegnern gleich zeigen, dass wir Herr im Haus sind und jedem Puck hinterher gehen.“

Genau das soll bereits gegen die Mannschaft aus Bad Wörishofen realisiert werden. Gegen die Wölfe siegten die Devils im Hinspiel mit 8:0. Das Duell verspricht eine gewisse Brisanz, da VfE-Coach Linke, Stürmer Peter Brückner und ein weiteres Devils-Trio eine Vergangenheit in Bad Wörishofen haben. Dazu steht die Partie unter dem Motto der „Ladies Night“.

Immer mehr weibliches Publikum

„Der Anteil der Frauen wächst jedes Spiel an“, sagt VfE-Vorstandsmitglied Georg Meißner über den Zuspruch der weiblichen Fans: „Sie schätzen diesen harten aber fairen Sport, bei dem jede Minute etwas geboten ist.“ Außerdem stecken unter den Helmen und in den Devils-Eishockeytrikots „junge, durchtrainierte Burschen“. Ein Anblick nach einem Pflichtspiel von Torjäger Brückner und Angreifer Nicklas Dischda ließe da so manches Herz höherschlagen.

Bad Wörishofen: Vorbereitung auf Burgau

Gegen Bad Wörishofen wollen die VfE-Spieler Selbstvertrauen für das zweite Derby binnen neun Tagen gegen Burgau tanken. „In Burgau sind wir nicht unbedingt in der Favoritenrolle. Die Jungs sind hochmotiviert uns zu schlagen. Das wird ein enges Spiel“, sagt der 35-Jährige Coach, der weiß, dass sich die ESV-Eisbären nach Revanche für das 2:3 im Neu-Ulmer Eisstadion sehnen.

Vorstandsmitglied Meißner erwartet eine hitzige Atmosphäre in Burgau. „Der ESV ist sehr heimstark und wird oft von zahlreichen Fans unterstützt“, so der VfE-Sportvorstand, der mit 1000 Zuschauern in Burgau rechnet. Darunter erwartet er zwischen 300 und 400 Devils-Anhänger.

Ziel: Weiße Weste behalten

Die Zielsetzung der Devils für die kommenden beiden Partien ist klar: Der VfE will weiterhin seine weiße Weste behalten und als ungeschlagener Tabellenführer die Spitzenposition verteidigen. „Wir wollen uns weiter absetzten“, kündigt Linke an, dessen Team vier Zähler Vorsprung auf den ESV Buchloe hat.

Mädelsabend bei den harten Kerlen

Im Zuge der wachsenden Popularität des Eishockeyssports bei den weiblichen Zuschauern in Ulm und Neu-Ulm, veranstaltet der VfE beim Heimspiel am Freitag (20 Uhr) gegen Bad Wörishofen eine „Ladies Night“. Neben Ticketvergünstigungen – zwei Karten gibt’s zum Preis von einer – erhält jede Dame ein Glas Prosecco, um auf den Abend bei den Devils anzustoßen.

Ansturm VfE-Vorstandsmitglied Georg Meißner geht von einer ähnlich hohen Zuschauerzahl wie bei den vorherigen Spielen aus und warnt: „Am besten sollten sich die Fans im Voraus um Tickets – auch online – kümmern und rechtzeitig kommen, um rechtzeitig einen Parkplatz zu finden und pünktlich zum Bully in der Halle zu sein.“