Mönchengladbach Vettel setzt sich selber unter Titel-Druck

Sebastian Vettel hat mit Ferrari hohe Ziele im Blick.
Sebastian Vettel hat mit Ferrari hohe Ziele im Blick. © Foto: Actionpress
Mönchengladbach / SID 06.03.2015
2018 soll Sebastian Vettel für Ferrari den Titel gewinnen. Geht es nach dem deutschen Formel-1-Piloten, dann ist sein fünfter WM-Sieg früher fällig.

Sebastian Vettel überlegt einmal ganz kurz, rückt genauso kurz sein rotes Basecap zurecht und formuliert dann sehr deutlich seine Ziele mit seinem neuen Arbeitgeber Ferrari. "Ob wir in dieser Saison schon Rennen gewinnen können, ist nach derzeitigem Stand natürlich schwer zu sagen, aber wir hoffen schon, dass wir zu Mercedes aufschließen und uns als zweite Kraft etablieren können", sagt der viermalige Formel-1-Weltmeister bei einem Sponsorentermin gestern in Mönchengladbach.

Spätestens 2018 will der neue Ferrari-Chef Sergio Marchionne den WM-Titel wieder nach Maranello holen, Vettel ist das deutlich zu spät: "Ich will schon vorher Weltmeister werden, diesen Druck mache ich mir aber größtenteils selbst." Es sei schon immer so gewesen, "dass ich von mir selbst immer mehr erwartet habe als andere". Vettel ist fest davon überzeugt, dass es mit dem WM-Titel für die Scuderia kurz- bis mittelfristig klappt: "Wenn ich das nicht wäre, dann hätte ich diesen Schritt nicht gemacht."

Vettel wirkt entspannt, locker, in Plauderlaune. In Jeans und Ferrari-Shirt, einen Dreitagebart im leicht gebräunten Gesicht, lässt der 27-jährige Heppenheimer keinen Zweifel daran, dass der Schritt von Red Bull zu Ferrari der richtige war. Der größte und signifikanteste Unterschied zwischen den beiden Teams sei der, dass "in Maranello eben alles unter einem Dach gebaut wird. Motor, Chassis, alles aus einer Hand. Das hat viele Vorteile".

Bedenken hat er nur, wenn es um das Thema Deutschland-Grand-Prix geht. "Natürlich hat man immer Hoffnung, aber im Moment kann ich nicht genau sagen, wo wir stehen", sagt Vettel. Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone sei halt "ein knallharter Geschäftsmann, das ist nun mal so. Aber es wäre total schade, wenn es kein Rennen in Deutschland gäbe."