Bietigheim-Bissingen Verträge für Müller und Windisch

CLAUS PFITZER 29.08.2013
Zum zweiten Testspiel in der EgeTrans Arena empfangen die Bietigheim Steelers aus der Deutschen Eishockey Liga 2 (DEL 2) am Freitag um 19.30 Uhr den Oberligisten Frankfurt. Gestern erhielten Marco Müller und Marco Windisch Verträge bei den Steelers.

In die Kaderplanung der Bietigheim Steelers ist nochmal Bewegung gekommen. So kehrt Marco Müller zu den Steelers zurück, bei denen er im Nachwuchs gespielt hat. Der Verteidiger hat mit dem Bietigheimer Kader die bisherige Vorbereitung absolviert und Trainer Kevin Gaudet überzeugt. Müller begann seine Karriere beim SC Bietigheim-Bissingen und spielte in der Saison 2005/2006 für das Juniorenteam in der Deutschen Nachwuchsliga (DNL). Im Jahr 2007 er zu den Jungadlern nach Mannheim (DNL), bevor er dann zwei Jahre seine Schlittschuhe für die Heilbronner Falken schnürte. Weitere Stationen seiner noch jungen Karriere waren die Eispiraten Crimmitschau (2010/2011) und die Löwen Frankfurt (2011/2012). Bei der Weltmeisterschaft 2008 in Russland kam Müller auf sechs Einsätze für die U-18-Nationalmannschaft.

Neben Müller wurde am Mittwoch auch Marco Windisch vom Zweitliga-Meister Bietigheim unter Vertrag genommen. Der Stürmer spielt seit der Saison 2004/2005 beim SC Bietigheim-Bissingen. Nach René Schoofs setzen die Steelers mit den beiden U-23-Spielern Müller und Windisch wieder auf Spieler aus dem eigenen Nachwuchs. Zum erweiterten Kader zählen zudem die beiden 18-jährigen Juniorenspieler Pierre Dumont und Nicholas Redmon.

Steelers-Coach Gaudet meint zu den Kaderzuwächsen: "Marco Müller hat in den letzten Wochen gezeigt, dass er ins Team will und diese Leistung will ich belohnen. Es ist immer schön, wenn man Spieler aus der eigenen Jugend in die erste Mannschaft aufnehmen kann. Auch Marco Windisch hat sehr gute Ansätze und hat sich bei den ersten Trainingseinheiten sehr gut angestellt. Auf Grund der Ü-23- Regelung mussten wir einige Spieler aus der letzten Saison ziehen lassen, aber umso erfreulicher ist es, dass wir jetzt der eigenen Jugend eine Chance geben können und wollen."

Das Vorbereitungsspiel am Freitag in der Bietigheimer Arena zwischen dem Zweitligameister Bietigheim Steelers und dem Playoff-Halbfinalisten Frankfurt aus der Oberliga ist auch ein Aufeinandertreffen zweier kanadischer Meistertrainer. Der Bietigheimer Coach Kevin Gaudet führte kürzlich die Steelers zum Titel in der Zweiten Liga. Sein Landsmann Rich Chernomaz wurde mit Köln 2002 und mit Frankfurt 2004 Meister der DEL. Nach einer Insolvenz und dem Zwangsabstieg aus der DEL spielen die Frankfurter seit 2011 in der Oberliga. Zur neuen Saison übernahm Chernomaz wieder den Trainerjob bei den Lions. Die beiden Kontingentstellen bei den Lions besetzen der Kanadier Chris Stanley, der vom Oberligameister und DEL-2-Aufsteiger Bad Nauheim kam, sowie der ungarische Nationalspieler Marton Vas. Mit Manuel Neumann, Pascal Schoofs und Patrick Schmid gehören drei ehemalige Steelers-Spieler dem Kader der Frankfurter an. Die Lions besiegten im ersten Test den Zweitligisten Crimmitschau mit 3:2 und verloren nach gutem Spiel gegen den DEL-Aufsteiger Schwenningen mit 0:3.

Mit dem Auftaktsieg gegen Innsbruck und dem Turniergewinn in Ungarn mit drei Erfolgen haben die Steelers bislang ihre Testspiele erfolgreich bestritten. Die Blessuren, die sich der eine oder andere Spieler in Ungarn zugezogen hat, sind auskuriert, sodass Trainer Gaudet weiter seine vorgesehenen Reihen einspielen kann. Das nächste Testspiel der Bietigheimer steht am Sonntag um 18 Uhr bei den Roten Teufeln in Bad Nauheim an.