Astana Umstrittener Fehlstart bringt Nico Ihle um erste Medaille

Astana / SID 02.03.2015
Das Kraftpaket Nico Ihle saß wie ein Häufchen Elend am Rande der Eisbahn und schüttelte immer wieder fassungslos den Kopf.

Ein umstrittener Fehlstart im 500-m-Rennen raubte dem deutschen Eisschnelllauf-Hoffnungsträger bei der Sprint-WM im kasachischen Astana alle Chancen auf seine erste Medaille bei internationalen Meisterschaften. Die lange erfolgreiche Saison des Olympia-Vierten bleibt ohne die erhoffte WM-Medaille ungekrönt.

Ihle war zusammen mit dem Kanadier Laurent Dubreuil auf das Eis im "Alau"-Sportpalast gegangen - und prompt leistete sich sein Gegner den ersten Fehlstart. Beim anschließenden Neustart soll Ihle dann die Startmarkierung übertreten haben und musste die Bahn ohne gewertete Zeit verlassen. Weder Ihles Diskussionen mit der in Berlin wohnhaften Schiedsrichterin Jekaterina Pilschtschikowa, noch ein Protest der deutschen Delegation verhinderten Ihles vorzeitiges Aus. Dabei hatte sich Ihle als Drittplatzierter nach den ersten beiden Rennen am Samstag berechtigte Hoffnungen auf Edelmetall gemacht. Die deutschen Kufenflitzer müssen weiter auf die erste Medaille bei einer Sprint-WM seit Uwe-Jens Mey 1991 warten.

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