WM Über 50 Grad in der Sonne: Deutsche Beachvolleyballerinnen siegen in Hitzeschlacht

Locker ins Viertelfinale: Laura Ludwig (r.) und Kira Walkenhorst.
Locker ins Viertelfinale: Laura Ludwig (r.) und Kira Walkenhorst. © Foto: Imago
Wien / dpa 04.08.2017

Mit dem Eisbeutel im Nacken jubelten Chantal Laboureur und Julia Sude auf dem heißen Centercourt über ihren Viertelfinal-Einzug. Und auch die Olympiasiegerinnen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst trotzten gestern bei der Beachvolleyball-WM in Wien erneut den schwierigen Bedingungen. Beide deutschen Topteams sind nur noch ein Spiel vom Medaillenkampf entfernt.

„Wir steigen uns von Spiel zu Spiel“, sagte Rio-Siegerin Walkenhorst nach dem klaren 2:0 (21:16, 21:16) im Achtelfinale gegen Sara Hughes und Kelly Claes (USA). „Wir haben konstant gespielt, den Druck hochgehalten“, sagte Trainer Jürgen Wagner: „Der Ist-Zustand ist deutlich über dem, was ich erwartet haben.“

Die Weltranglisten-Zweiten Laboureur/Sude ließen bei extremem Sommerwetter Riikka Lehtonen und Taru Lahti-Liukkonen aus Finnland keine Chance. Das 2:0 (21:17, 21:19) war für das schwäbische Duo bei Temperaturen von mehr als 50 Grad in der Sonne der fünfte Sieg ohne Satzverlust. „Die Hitze ist nicht das Problem. Aber der Sand wird im Laufe des Spiels immer heißer. Da muss man sich schnell bewegen, das ist auch nicht so schlecht“, sagte Sude.

Im Sand wurden gestern mittels eines Saunathermometers – ein normales Wetterthermometer war zuvor geplatzt – über 60 Grad gemessen. „Das Schlimmste ist der Weg von der Bank zum Spielfeld“, berichtete Laboureur. Denn der Court wird zwischen den Spielen gewässert, der Rest nicht. Die Fans auf den Rängen werden regelmäßig mit Hilfe großer Feuerwehrschläuche begossen.

Laboureur/Sude haben mit dem Viertelfinale ihr Minimalziel erreicht und wie Ludwig/Walkenhorst 18 000 Dollar sicher.  Um den Einzug ins Halbfinale müssen sich Laboureur/Sude heute mit Sarah Pavan und Melissa Human-Paredes (Kanada) auseinandersetzen.