Turnen TSV-Turner lassen nichts anbrennen

Einer der Leistungsträger in der Pfuhler Mannschaft: Pascal Weber sicherte mit seinen Teamkollegen den souveränen Zweitliga-Aufstieg.
Einer der Leistungsträger in der Pfuhler Mannschaft: Pascal Weber sicherte mit seinen Teamkollegen den souveränen Zweitliga-Aufstieg. © Foto: Neva Zaksauskas
MANUELA HARANT 30.11.2015
Das war deutlich: Mit einem 67:9-Erfolg im Aufstiegsfinale gegen die TG Saar II haben die Kunstturner des TSV Pfuhl ein Jahr nach dem Abstieg die direkte Rückkehr ins Unterhaus geschafft.

Selbst Co-Trainer Michael Wolfgang war nach der Demonstration der Stärke baff: "Auch wenn der Gegner stark ersatzgeschwächt war, das war mit Abstand unsere beste Saisonleistung", schwärmte der Coach der Zweitliga-Turner wenige Minuten, nach dem 67:9-Erfolg des TSV Pfuhl im Ligafinale gegen den Aufstiegskonkurrenten TG Saar II. Damit stand nach nur einem Jahr in der Drittklassigkeit der direkte Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga fest.

Und die Pfuhler demonstrierten zum Saisonabschluss mit einer fehlerfreien Leistung und 12:0 Gerätepunkten gegen die Bundesligareserve der Saarländer, dass der Abstieg aus dem Unterhaus des Kunstturnens vergangene Saison nur ein Ausrutscher war. Besonders die starken Auftritte der Nachwuchsturner, die schon im Lauf der Saison zu echten Leistungsträgern aufgestiegen waren, beeindruckten das Trainergespann, bestehend aus Rolandas Zaksauskas und Michael Wolfgang. "Der 17-jährige Florian Reindl hat heute am Boden eine Topleistung abgeliefert, mit der er auch in der 2. Bundesliga bestehen kann", schwärmte Wolfgang. Aber auch die anderen Eigengewächse Linus Mikschl, Dominik Fett, Jonas Useldinger, Pascal Weber, Philipp Schulthess, Elias Luitgart und Uwe Kraus turnten selbstbewusst und ließen keine Punkte liegen - obwohl es gleich mit dem Pauschenpferd, einem der schwächeren Geräte der Pfuhler, losgegangen war.

Topscorer des Aufstiegsduells wurde jedoch Gastturner Tomas Kuzmickas aus Litauen, der an nur fünf Geräten 22 Punkte holte. Der Schweizer Manuel Sutter sicherte das Ergebnis am Sprung ab.

Die Saarländer, die in der Nordstaffel der 3. Bundesliga Zweiter geworden waren, hatten das Pech, dass sich ihr Ukrainer kurz vor dem Wettkampf verletzte und zusätzlich zwei Stammkräfte fehlten. Dennoch lässt diese Demonstration der Stärke darauf hoffen, dass der TSV Pfuhl im kommenden Jahr gemeinsam mit dem SSV Ulm 1846 in der 2. Kunstturn-Bundesliga eine gute Rolle spielen kann.