Tischtennis Tischtennisfreunde Ochsenhausen sehnen sich nach Titel

2017 setzten sich Timo Bolls Düsseldorfer im Pokalfinale 3:0 durch. Morgen erwartet der Tischtennisstar mehr Widerstand.
2017 setzten sich Timo Bolls Düsseldorfer im Pokalfinale 3:0 durch. Morgen erwartet der Tischtennisstar mehr Widerstand. © Foto: dpa
Neu-Ulm / Gerold Knehr 05.01.2018

Deutscher Meister 1997, 2000, 2004, Europapokalsieger 1996, 1997, Deutscher Pokalsieger 2002, 2003, 2004 – so steht es im Briefkopf der Tischtennisfreunde Ochsenhausen. Seit 18 Jahren konnte diese Titel-Aufzählung nicht mehr fortgesetzt werden.  Kein Wunder, dass Kristijan Pejinovic, der das Präsidentenamt bei den TTF 2012 vom mittlerweile verstorbenen Rainer Ihle übernommen hat, heiß auf den ersten Titel unter seiner Regie ist.

In diesem Jahr soll es endlich klappen. Und es sieht nicht schlecht aus. Denn die Oberschwaben haben gleich drei Eisen im Feuer. Sie stehen im Viertelfinale der Champions League, belegen in der Bundesliga einen Playoff-Platz – und sind erstmals, seit das Final Four um den Deutschen Tischtennis-Pokal in der Neu-Ulmer Ratiopharm-Arena (Samstag, 11 Uhr) ausgetragen wird, dabei. „Ein Titel soll her. Das Ziel gilt nach wie vor. Das Potenzial ist da, wir glauben an die Mannschaft“, sagt Pejinovic.

Am einfachsten scheint der Weg im deutschen Pokal, wo Ochsenhausen, wie auch im Champions-League-Viertelfinale, gegen den 1. FC Saarbrücken ran muss. Zwei Siege, und der lange ersehnte Pott wäre in Oberschwaben.

Allerdings ist da auch noch Borussia Düsseldorf, die unangefochtene Nummer eins im deutschen Tischtennis. Während Ochsenhausen seit 2004 auf einen Titel wartet, haben die Westdeutschen in diesem Zeitraum drei Mal die Champions-League und zwei mal den ETTU-Pokal gewonnen, wurden neun Mal Deutscher Meister und acht Mal Pokalsieger. Es steht somit 22:0 für Düsseldorf. In Neu-Ulm peilt das Team um Timo Boll, das im Halbfinale gegen Werder Bremen antritt, den insgesamt 69. Titel seiner Vereinsgeschichte an.

Kuiros: Am fünften Bundesliga-Spieltag gab es dieselben Paarungen wie morgen im Pokal-Halbfinale. Düsseldorf setzte sich 3:2 in Bremen durch, Ochsenhausen 3:0 in Saarbrücken. Boll und Pejinovic hätten nichts gegen ein Dacapo.  „Das diesjährige Final Four ist unglaublich stark besetzt. Ein Line-up dieser Klasse hat es vielleicht noch nie gegeben. Alle vier Kubs sind Top­mannschaften und gut in Form. Auch wir sind gut drauf und haben daher gute Chancen, unseren Titel zu verteidigen“, sagt Boll.

Aber auch Ochsenhausens Tischtennis-Boss Pejinovic gibt sich kämpferisch. Und das, obwohl die TTF um das Mitwirken des Weltranglisten-Neunten Simon Gauzy bangen müssen. Der Franzose hat Rückenprobleme, die Chancen auf einen Einsatz stehen 50:50. „Wir werden mitten in der Saison nichts riskieren. Auch wenn Gauzy fehlen sollte, werden wir alles geben. Ich glaube an die Mannschaft“, sagt Pejinovic.

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