Berlin Starke Deibler-Brüder

SID 27.04.2013

Die deutschen Schwimmer liegen zur Halbzeit der deutschen Meisterschaften in Berlin mit ihren WM-Normerfüllungen voll im Soll. Am zweiten Wettkampftag sicherten sich zehn weitere DSV-Athleten das Ticket für die WM in Barcelona (19. Juli bis 4. August), damit besteht das deutsche WM-Team bereits aus 16 Startern. Der neue Bundestrainer Henning Lambertz rechnet dank der deutlich entschärften Qualifikationskriterien mit insgesamt etwa 30 Normerfüllern.

Vor allem auf die Schwimm-Brüder Steffen und Markus Deibler war mal wieder Verlass. Der Olympia-Vierte Steffen Deibler setzte sich im Finale über 50 m Schmetterling in 23,35 Sekunden souverän vor der nationalen Konkurrenz durch und blieb dabei nur eine Hundertstelsekunde über seinem eigenen deutschen Rekord. "Ich wollte den Rekord schon schwimmen, er war in Reichweite", sagte der Hamburger. Die WM-Normzeit (23,96) war für Deibler überhaupt kein Problem.

Zuvor hatte bereits sein Bruder Markus Deibler die WM-Norm erfüllt. Der Olympia-Achte setzte sich trotz Trainingsrückstandes über 200 m Lagen (1:58,18) knapp vor dem Mannheimer Philip Heintz (1:58,34) durch. Beide erschwammen sich damit das WM-Startrecht.

Ebenfalls in guter Form präsentierte sich Dorothea Brandt. Die Essenerin knackte bei ihren Titeln über 50 m Brust und 50 m Schmetterling jeweils die Norm. Über 400 m Freistil heißt erstmals seit 2005 der deutsche Meister nicht Paul Biedermann. In Abwesenheit des formschwachen Weltrekordlers sicherte sich Clemens Rapp (Bad Saulgau) den Titel, er konnte die Normzeit aber nicht erreichen.