Reiten Springreiterin Laura Klaphake beim Turnier in Donaueschingen

Sympathische Meisterin: Laura Klaphake.
Sympathische Meisterin: Laura Klaphake. © Foto: dpa
Donaueschingen / Jörn Rebien 18.09.2017
Senkrechtstarterin und Deutsche Meisterin Laura Klaphake besucht nach ihrer EM-Premiere mit ihren Springpferden das Traditionsturnier in Donaueschingen.

Laura Klaphake hat beim internationalen Reitturnier im Schlosspark der Fürstenbergs einiges zu tun. Da mussten gleich drei ihrer Pferde neu beschlagen werden und das will die blonde Springreiterin aus Steinfeld bei Vechta nicht gänzlich ihrem Stallpersonal überlassen. Außerdem gilt es noch, ihren jüngeren Bruder Enno zu unterstützen, der in den Amateurspringen ebenfalls am Start ist. Der Sport-Stall Klaphake läuft als Familienbetrieb: Ihr Vater Joseph arbeitet bei Paul Schockemöhle, Mutter Gaby hat während ihres Auslandssemesters im argentinischen Cordoba ihre Pferde fit gehalten.

Dabei hat sich die Reiterwelt für die 23-Jährige in den vergangenen Wochen gewaltig verändert. Was sich beim CHIO Aachen schon angedeutet hatte, bestätigte sich bei der Europameisterschaft im schwedischen Göteborg: Bundestrainer Otto Becker berief Klaphake ohne Championatserfahrung bei den Profis in die deutsche Equipe. „Ich fand es total cool als Mannschaftsmitglied bei der Euro an den Start zu gehen“, sagt die Amazone voller Leichtigkeit, „der Teamgeist war etwas ganz Besonderes.“ Zwar hatte die junge Reiterin schon seit zwölf Jahren einige Erfahrungen bei Nachwuchs-Europameisterschaften gesammelt, „aber mit den Profis zusammen zu reiten, ist dann doch etwas ganz Anderes“. Am Ende belegte Klaphake Teamrang fünf und wurde 17. in der Einzelwertung.

Zwischen Aachen und Barcelona

Nun tourt sie wieder durch die Provinz. „Hier in Donaueschingen haben wir beste Bedingungen“, lobt die Senkrechtstarterin das Schlossparkturnier, „der Rasenplatz ist so gut wie der in Aachen“. Einem besonderen Druck sieht sich die junge Frau nach ihrer EM-Teilnahme nicht ausgesetzt: „Ich genieße es einfach und bleibe ganz entspannt.“ Und das konnte sie am Sonntag auch als Zweite im Großen Preis auf ihrem Erfolgspferd Catch me if you can.

Schon kommenden Sonntag führt die nächste Reise nach Barcelona zum Nationenpreisfinale. Laura Klaphake sitzt dann wieder selbst am Steuer ihres Lastwagens – und als Mitglied der deutschen Springreiter-Equipe.