Alta Badia Ski Alpin: Nur Svindal stoppt Schwaiger

Erst im Halbfinale knapp geschlagen: Skirennläufer Dominik Schwaiger aus Berchtesgaden.
Erst im Halbfinale knapp geschlagen: Skirennläufer Dominik Schwaiger aus Berchtesgaden. © Foto: Imago
Alta Badia / DPA 22.12.2015
Beim Parallel-Riesenslalom von Alta Badia durften die deutschen Skirennfahrer über Platz vier jubeln - doch nicht Felix Neureuther war dafür verantwortlich. Ein Berchtesgadener sorgte für die Überraschung.

Der deutsche Ski-Youngster Dominik Schwaiger ist beim alpinen Parallel-Riesenslalom in Alta Badia völlig überraschend auf den vierten Platz gefahren. In einem kuriosen Wettkampf mit vielen frühen Favoritenpatzern war der 24 Jahre alte Berchtesgadener gestern erst im Halbfinale vom norwegischen Star Aksel Lund Svindal und im Rennen um Rang drei vom Schweden André Myhrer zu bezwingen. Dennoch feierte Schwaiger, der bei zuvor 16 Rennen einen 21. Platz im Februar 2014 sowie einen 19. Rang am Sonntag beim normalen Riesentorlauf von Alta Badia zu Buche stehen hatte, sein bestes Ergebnis im Weltcup.

"Ich war froh, überhaupt die erste Runde überstanden zu haben", sagte der Überraschungs-Vierte. Im diesem K.o.-Duell hatte er Favorit Henrik Kristoffersen aus Norwegen bezwungen. "Man muss gut starten können. Das ist ein Vorteil für mich, das kann ich ganz gut." Den ersten Platz holte sich Kjetil Jansrud im Finale gegen Svindal.

Die prominentesten Sieg-Anwärter hatten sich bei dem Rennen durch 15 Tore in der ersten Runde verabschiedet. Marcel Hirscher aus Österreich, Felix Neureuther oder Olympiasieger Ted Ligety aus den USA: Die prägenden Rennfahrer im Riesentorlauf landeten alle hinten. "Das ist der Wahnsinn!", fand Neureuther. "Mit Riesenslalom hat das nicht viel zu tun, es ist ja keine Kurve drin", meinte der deutsche Weltcup-Rekordsieger mit Verweis auf den direkten und einfachen Kurs. Neureuther war nie ein Fan des Rennens an diesem Abend: Wegen der Ansetzung zwischen dem regulären Riesentorlauf am Sonntag und dem Nachtslalom heute (17.45 Uhr) im drei Autostunden entfernten Madonna di Campiglio hatte der Routinier Kritik geübt.

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