Silvesterlauf Silvesterlauf: Alina Reh in Bietigheim erneut top

Mit Motorrad-Eskorte ins Ziel: Dawit Admasu triumphierte in São Paulo.
Mit Motorrad-Eskorte ins Ziel: Dawit Admasu triumphierte in São Paulo. © Foto: afp
DPA/EB 02.01.2015
Vor dem Sekt die Schinderei: Silvesterläufe haben in der Leichtathletik-Szene Tradition. In Bietigheim, bei der größten Veranstaltung im Land, wiederholte Alina Reh vom TSV Erbach bei Ulm ihren Vorjahressieg.

Beim Silvesterlauf in Trier haben die deutschen Asse Arne Gabius und Homiyu Tesfaye den Ausdauerspezialisten aus Afrika den Vortritt lassen müssen. Moses Kipsiro (Uganda) feierte bei der 25. Auflage bereits seinen fünften Sieg. Der 28-Jährige gewann nach acht Kilometern in 23:05 Minuten mit zwei Sekunden Vorsprung vor dem Äthiopier Tegen Hailemariam-Amare. Der Frankfurter Mittelstreckler Tesfaye, WM-Fünfter über 1500 Meter, wurde vor 15.000 Zuschauern Dritter. Einen Platz hinter ihm zeitgleich in 23:17 Minuten: der Tübinger Gabius.

Für deutsche Erfolge sorgten beim Silvesterlauf in Bietigheim der Erfurter Rico Schwarz und Alina Reh vom TSV Erbach. Der 26 Jahre alte Schwarz setzte sich vor rund 20.000 Zuschauern entlang der Strecke rund einen Kilometer vor dem Ziel von der Spitzengruppe ab und gewann in 33:40 Minuten vor dem Kenianer Dickson Kurui und Markus Weiß-Latzko (Rechberghausen). Schwarz war im Sommer mit einem Patellasehnenanriss lange ausgefallen und hatte sich danach wieder herangekämpft. Bei den Frauen setzte sich das erst 17 Jahre alte Lauftalent Reh wie im Vorjahr durch. In 37:11 Minuten ließ sie Annett Horna (Rehlingen) und Hanna Klein (LG Limes-Rems) hinter sich.

Auch international ging es rund: Beim berühmten Silvesterlauf von São Paulo triumphierte der Äthiopier Dawit Admasu. Er bewältigte die 15 Kilometer lange Distanz durch die Elf-Millionen-Einwohner-Stadt in 45:04 Minuten und blieb damit weit über dem Streckenrekord des Kenianers Paul Tergat von 1995 (43:12). Seine äthiopische Teamkollegin Ymer Ayalew legte das Rennen in 50:43 zurück und kam damit vor ihrer Landsfrau Netsanet Gudeta Kebede und der Kenianerin Priscah Jeptoo ins Ziel. An der 90. Auflage des seit 1925 ausgetragenen Rennens nahmen rund 30.000 Läufer aus 42 Ländern teil.

Mit einem packenden Sprint-Finish endete der hochklassigste Silvesterlauf der Leichtathletik in Bozen: Dabei setzte sich der Äthiopier Muktar Edris über die 10-Kilometer-Distanz mit nur zwei Zehntelsekunden Vorsprung vor seinem Landsmann Imane Merga durch. Beide Läufer wurden mit 29:07 Minuten gestoppt.