Steelers SCB fiebert Duell entgegen

Vor zehn Tagen trafen die DEL-2-Topklubs Bietigheim Steelers und Löwen Frankfurt im Ellental aufeinander. Hier versucht sich SCB-Stürmer Dennis Palka gegen seinen Gegenspieler durchzusetzen. Die Partie endete 4:2 für den Meister.
Vor zehn Tagen trafen die DEL-2-Topklubs Bietigheim Steelers und Löwen Frankfurt im Ellental aufeinander. Hier versucht sich SCB-Stürmer Dennis Palka gegen seinen Gegenspieler durchzusetzen. Die Partie endete 4:2 für den Meister. © Foto: Martin Kalb
Bietigheim-Bissingen / ANDREAS EBERLE 23.12.2015
Die Bietigheim Steelers treten an diesem Mittwoch in der DEL 2 bei den Löwen Frankfurt an. Rund 1000 Fans begleiten den Meister nach Hessen. Trainer Gaudet spricht von der bisher größten Herausforderung in dieser Saison für sein Team.

Es ist kein Spiel wie jedes andere. Wenn die Bietigheim Steelers an diesem Mittwoch (19.30 Uhr) bei den Löwen Frankfurt antreten, ist jede Menge Pfeffer in der Partie. Da ist zum einen die Tabellensituation in der Deutschen Eishockey-Liga 2 (DEL 2). Der SCB ist Zweiter, die Hessen stehen mit fünf Zählern Rückstand auf Rang vier. Erst vor zehn Tagen sind beide Mannschaften im Ellental aufeinandergeprallt. Da behielten die Steelers mit 4:2 die Oberhand. Die Löwen brennen nun auf eine Revanche - erst recht, da sie seit Montag einen neuen Coach an der Bande haben: Nach der 3:4-Niederlage in Crimmitschau trennte sich der Klub von Tim Kehler, der das Team seit Mai 2013 trainiert und den Klub in die DEL 2 geführt hat. Ab sofort hat nun wieder Rich Chernomaz, der gleichzeitig auch Sportdirektor ist, bei den Löwen das Sagen. Der 52-jährige Kanadier fungierte bereits zwischen 2003 und 2010, zu Frankfurter DEL-Zeiten, als Coach.

"Ein neuer Trainer macht in den ersten Spielen immer einen Unterschied. Rich Chernomaz ist ein harter Hund. Ich bin mir sicher, dass die Frankfurter Mannschaft 110 Prozent geben wird", sagt SCB-Trainer Kevin Gaudet, der angesichts dieser Gemengelage von "unserer bisher größten Herausforderung in dieser Saison spricht".

Eine besondere Note erhält die Begegnung auch durch die Bietigheimer Massenwanderung ins Hessische: 800 Fans reisen mit einem Sonderzug an, etwa 200 werden mit Autos kommen. Rund 1000 Fans bei einem Auswärtsspiel - das ist rekordverdächtig. "Das zeigt, wie groß die Eishockey-Begeisterung in Bietigheim ist. Wir freuen uns riesig auf dieses Spiel", sagt Gaudet und nimmt den eigenen Anhang sogleich in die Pflicht: "Ich hoffe, dass die Zuschauer unser siebter Mann sind." Bei einem Auswärtscoup hätte der kanadische Coach auch nichts dagegen, wenn seine Schützlinge die Heimreise mit dem Fanzug antreten würden: "Wenn wir gewinnen, kann von mir aus die ganze Mannschaft mit dem Zug zurückfahren. Dann sind auch ein paar Bierchen okay."

Nach wie vor überschaubar ist der Bietigheimer Kader: Angreifer Shawn Weller fällt Gaudet zufolge mit einer Leistenverletzung noch zwei Wochen aus. Verteidiger Markus Gleich (Gehirnerschütterung) und der Iserlohner Förderlizenzspieler Marcel Kahle (Schulterblessur) fehlen ohnehin.

Das Duell in Frankfurt ist der Beginn für einen wahren Eishockey-Marathon der Steelers: In den nächsten 19 Tagen stehen für den Meister gleich neun Partien auf dem Programm - ein Pensum wie in den Playoffs. Weiter geht es für die Steelers dann am Samstag (17 Uhr), dem zweiten Weihnachtsfeiertag, mit der Auswärtspartie bei den Starbulls Rosenheim. Am Montag (19.30 Uhr) empfängt das Bietigheimer Team dann die Dresdner Eislöwen in der EgeTrans-Arena.