Querpass Sandsturm als letzte Drohung

 über die Hitzeschlacht bei der EM in Berlin
über die Hitzeschlacht bei der EM in Berlin © Foto: Wolfgang Scheerer
Berlin / swp 09.08.2018

Bruthitze in der Hauptstadt, im Olympiastadion steht die Luft. Eiswasserkübel, Getränkeboxen, Sonnenschirme oder zur Not Kühlwesten – die Optionen halten sich in Grenzen. Die Zehnkampf-Stabhochspringer und die Speerwerfer mussten gestern genau zur besten frühnachmittäglichen Siestazeit im Olympiastadion ran.

Aber wenn man einmal kühlen Kopf bewahrt und überlegt: Vielleicht gar nicht so schlecht diese sportliche Hitzeschlacht nahe dem Siedepunkt. Kann es denn eine bessere Einstimmung auf die Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2019 in Katar geben?

Das Emirat ist im kommenden Jahr vom 28. September bis zum 6. Oktober Gastgeber. Unüblich für Leichtathleten, die in dieser Phase meistens kürzertreten vor der Hallensaison. In Katar ist zu dieser Zeit vielleicht die schlimmste Hitze überstanden. Schlimm genug ist es aber immer noch, sonst wären die WM-Kicker 2022 nicht in den November und  Dezember geflüchtet.

Und: Sonst wäre die geplante Startzeit im Marathon nicht um 24 Uhr! Gerade Langstreckler überlegen ernstlich, ob sie diese Extrem-WM nicht lieber sausen lassen und sich auf Olympia 2020 in Tokio konzentrieren.

Berlin hat Katar (41 Grad) gestern mit bis zu 38 Grad im Schatten Konkurrenz gemacht. Hagelgewitter in den nächsten Tagen könnten hier für etwas Abkühlung sorgen. Aber immerhin: Anders als in Doha drohen in Berlin keine Sandstürme. Jedenfalls noch nicht.

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