Anti-Doping-Regeln-Verletzung Russischer Hochspringer Lyssenko verliert Startrecht für EM

Darf nicht an der Leichtathletik-WM in Berlin teilnehmen: Danil Lyssenko Foto: Sven Hoppe
Darf nicht an der Leichtathletik-WM in Berlin teilnehmen: Danil Lyssenko Foto: Sven Hoppe © Foto: Sven Hoppe
Berlin/Moskau / DPA 05.08.2018

Wegen Verletzung der Anti-Doping-Regeln hat der russische Weltklasse-Hochspringer Danil Lyssenko sein Startrecht als neutraler Athlet wieder verloren.

Der Leichtathletik-Weltverband IAAF begründete dies damit, dass der 21 Jahre alte Hallenweltmeister nicht über die sogenannten Whereabouts informiert habe - über seine täglichen Aufenthaltsorte für mögliche Dopingtests in der Trainingsphase.

Damit kann der WM-Zweite von 2017 auch nicht bei den Europameisterschaften in Berlin (6. bis 12. August) antreten. Dort sollten ursprüngliche 30 russische Sportler in einem Team neutraler Athleten starten. Lyssenko war der Top-Favorit im Hochsprung; vor zwei Wochen hatte er als bester Europäer mit 2,40 Metern die Weltjahresbestleistung eingestellt.

Damit haben derzeit noch 73 Sportler aus Russland das internationale Startrecht unter neutraler Flagge. Lyssenko hatte es als einer der ersten Athleten bereits am 25. Januar 2018 erhalten.

Für den europäischen Leichtathletik-Präsidenten Svein Arne Hansen zeigt der Fall, dass Russland noch nicht bereit für eine Aufhebung der Suspendierung ist. „Es zeigt, dass es noch einen langer Weg ist, bis die Athleten des Landes wieder unter russischer Flagge starten können“, sagte der Norweger, einen Tag vor EM-Beginn, auf der Auftaktpressekonferenz des Europäischen Leichtathletik-Verbandes.

Der russische Leichtathletik-Verband (Rusaf) bleibt wegen des Dopingskandals trotz „erheblicher Fortschritte“ mindestens bis Dezember gesperrt. Dies hatte das IAAF-Council vor einer Woche auf seiner Sitzung in Buenos Aires beschlossen.

IAAF-Mitteilung vom 3. August 2018

Kurzporträt von Lyssenko auf iaaf.org

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel