Ehingen / Helen Weible  Uhr
Beim Springturnier des RFV Ehingen, wo 600 Starts erwartet werden, geht es um die letzten Punkte im Kreismeisterschaftsrennen.

Vergangenes Jahr war er seinen Verfolgerinnen davon geeilt, Marcel Braig, der erfolgreiche Springreiter des RFV Ehingen. Diese Saison wird es bei seinem Heimspiel aber schwer, noch Platzierungen gutzumachen.

Braig rangiert mit 48 Punkten in der Wertung M-Springen (LK 3+2) an vierter Stelle hinter Celine Zehnder (RFV Merklingen/Alb), Tobias Ramminger (RFV Westerheim) und „Spitzenreiter“ Oliver Groll (RSG Öpfingen). Letzterer wird mit 93 Punkten auch nicht mehr einzuholen sein, denn als einziger dieses Quartetts ist er in Blaubeuren und Munderkingen gestartet. Braig fehlte in Munderkingen. Den von Erwin Danzer geplanten Parcours auf der heimischen Anlage auf dem Stoffelberg lässt er aber keinesfalls aus. Beim L-Springen (LK 4) geht’s noch richtig spannend zu. Hier liefern sich zwei Öpfinger ein Kopf-an-Kopfrennen. Jannik Kästle (98) liegt mit vier Punkten Vorsprung vor Nina Ganzenmüller (94). Bei einem starken Ritt könnten aber auch noch Christoph Birkenmayer (FV Ulm-Gögglingen/92) und Markus Meyer (RFV Westerheim/89) gefährlich werden. Die Liste des A-Springens (LK 5) wird ebenfalls von der RSG Öpfingen angeführt. Sophia Keller peilt mit vier Punkten Abstand auf ihre Verfolgerin den Titel an.

Helfer beim Springturnier arbeiten in 40 Schichten

Für das zweite Turnier-Wochenende ist alles hergerichtet, die Helfer werden in 40 Schichten eingeteilt, wissen, wo sie Hand anlegen müssen. Alles Routine, weiß auch Turnierchefin Angelika Aierstok, die mit 600 Starts plant. Sie freut sich auf viel Spannung bei den Entscheidungen bei der Kreismeisterschaft und vor allem auf das sonnige Wetter, das einige Zuschauer anlockt. Auch den Reitern ist das bisschen Hitze lieber als strömender Regen. „Man muss vielleicht mit den älteren Pferden etwas aufpassen“, sagt Aierstok, die reagieren eventuell empfindlicher. Doch meist weiß ja jeder Reiter, was das Beste für sein Tier ist.

Am Freitag Nachmittag geht es ab 14 Uhr in den Parcours. Um 17 Uhr steht bereits eine Springprüfung der Kl. M* an. Höhepunkt am Samstag ist das Springen der Klasse M* mit Stechen um 16.30 Uhr. Hier fällt die Entscheidung in der Kreismeisterschaft.

So sieht das Programm am Sonntag aus

Vom Programm her hat vor allem der Sonntag viel zu bieten. Los geht es um 9 Uhr mit der Zwei-Phasen-Springprüfung in der Klasse A**, die ebenfalls für den Pferdesportkreis Alb-Donau gewertet wird. Um 11 Uhr folgt eine Prüfung der Klasse L. Über die Mittagszeit tritt die Voltigiergruppe um Andrea Schlecker auf und sorgt für gute Unterhaltung. Um 13.30 Uhr folgen die Springpferde der Klasse M* und um 14.30 Uhr das M*-Springen der jungen Pferde. Das Turnier endet mit dem M**-Springen mit Siegerrunde ab 15.30 Uhr. Das Schöne ist jedes Jahr, dass kaum Prognosen zu möglichen Siegern gemacht werden können. „Es ist eigentlich immer Tagesform abhängig, wer das Rennen macht“, meint Angelika Aierstok.

Den Titel im hochklassigsten Springen verpasste Lokalmatador Stefan Dudik vergangenes Jahr; mit La Cucaracha wurde der Springspezialist der PSF Munderkingen aber starker Dritter.  Unter einigen bekannten Reitern der Region startet vom gastgebenden Verein zudem Sabrina Aierstok. Prüfungen, die sich speziell an den Nachwuchs richten, sind nicht vorgesehen.

Etwas bedauerlich ist die Tatsache, dass am Wochenende zwei Konkurrenz-Veranstaltungen stattfinden. Die Turniere in Pfullingen und Wurzach nehmen sich gegenseitig die Starter weg.

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