Querpass: Sprüche für den guten Zweck

 über fußballerische Unterhaltung
über fußballerische Unterhaltung © Foto: Könneke Volkmar
ws 11.10.2017

Klassiker  der Kategorie „Mailand oder Madrid, Hauptsache Italien“ oder „Vom Feeling her hab ich ein gutes Gefühl“ – beide aus dem Munde des einstigen Nationalspielers Andy Möller – sind legendär in der deutschsprachigen  Fußball-Welt. Der beste Spruch dieser Saison wird am Freitag in Nürnberg gekürt.

Ganz im Ernst: Nach der Vorauswahl einer 14-köpfigen Jüry entscheiden die Gäste der Gala zur Verleihung des Deutschen Fußball-Kulturpreises über den Sieger. Der seit 2006 vergebene Preis ist mit 5000 Euro für einen gemeinnützigen Zweck dotiert. Titelverteidiger (allerdings dieses Mal nicht in der Endauswahl) ist Trainer Peter Stöger, der nach dem Handtor des Hannoveraners Leon Andreasen gegen seine Kölner gesagt hatte: „Ich habe dem Linienrichter meine Brille angeboten. Aber auch das hat er nicht gesehen.“

Im Rennen ist Stögers ehemaliger Dortmunder Kollege Thomas Tuchel. Der begründete die Suspendierung von Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang für das Champions-League-Spiel gegen Sporting Lissabon mit den Worten: „Wenn konsequent, dann konsequent konsequent.“

Kurios: Auch die Schalker Fans sind im Finale vertreten. Mit einem vor Sarkasmus triefenden Spruchband, das sie beim abschließenden Auswärtsspiel in Ingolstadt hochgehalten hatten: „Wir danken der Mannschaft, dass sie uns auch in dieser Saison so zahlreich hinterhergereist ist.“

Das Spiel lebt von Tempo, Technik und Toren. Aber eben nicht nur. Das macht Fußball nur noch unterhaltsamer.