Ulm Premiere des Einstein-Triathlons: Spezialisten jagen Unger

Ganz so voll wie am legendären Solarer Berg bei der Langdistanz in Roth wird es an der Klostersteige in Oberelchingen wohl nicht werden. Foto: Getty Images
Ganz so voll wie am legendären Solarer Berg bei der Langdistanz in Roth wird es an der Klostersteige in Oberelchingen wohl nicht werden. Foto: Getty Images
Ulm / UWE 27.07.2013
Am Sonntag geht der erste Ulmer Einstein-Triathlon über die Bühne. Für Zuschauer gibt es viele gute Plätze: im Donaustadion oder in Oberelchingen am Berg. Schwer wird es, den Überblick zu behalten.

Drei Wettkämpfe stehen beim Einstein-Triathlon auf dem Programm, eigentlich sind es sogar vier. Denn über die Mitteldistanz geht es nicht nur um den Sieg, sondern auch darum Ex-Weltmeister Daniel Unger zu schlagen. Mit zehn Sekunden Vorsprung auf den Rest der ersten Startgruppe wird er um 9.45 Uhr ins Wasser der Donau gehen. Kleiner Vorteil für ihn, der damit den üblichen Keilereien im Wasser aus dem Weg gehen kann.

Die für diesen besonderen Wettbewerb angemeldeten Staffeln stecken alle in der zweiten Welle, die zehn Minuten später an der Eisenbahnbrücke losgelassen wird. 5000 Euro Prämie hat Michael Weiss für diejenigen ausgesetzt, die vor Unger das Ziel im Donaustadion erreichen - egal ob Einzelkämpfer oder Staffeln. Sollte der Ex-Weltmeister aufgeben müssen, geht die Prämie zur Hälfte an einen guten Zweck, die übrigen 2500 Euro werden unter den zehn Schnellsten aufgeteilt.

Unger fürchtet vor allem die Staffeln: "Zehn Minuten hört sich zwar viel an, doch da stecken einige Spezialisten drin." Tatsächlich schickt Weiss selbst drei illuster besetzte Staffeln ins Rennen. Den Anfang machen jeweils die Schwimmer des SSV 46, Kitty Fischer, Julius Flohr und Rainer Schelkle, alle drei Teilnehmer bei deutschen Meisterschaften. Auf dem Rad ein ähnliches Bild: Marius Jessenberger, der beim Kontinental-Team Heizomat seine Brötchen verdient, und Altmeister Heiko Gericke vom SSV 46 sind auf jeden Fall dabei.

Was die Läufer angeht, war Wieland Pokorny als Vermittler aktiv. Aus seiner eigenen Trainingsgruppe des SSV 46 kommt Christoph Kuhm, Sieger des Halbmarathons von Bregenz, wo er unter anderem den Dauer-Sieger des Einstein-Marathons, Richard Schumacher bezwungen hat. Dazu die Bayern Tobias Schreindl, Sechster der deutschen Bestenliste im Halbmarathon mit einer Zeit von 1:06,24 Stunden sowie Dennis Pyka, Marathonmeister 2010.

"Natürlich werde ich das nicht abschenken", sagt Unger. Trotzdem fürchtet er, dass er die Staffeln halten kann. "Er hat keine Chance", urteilt Lauf-Experte Wieland Pokorny klipp und klar. Zu stark seien die einzelnen Sportler in ihren Disziplinen. Dass sie sich noch dazu das Umziehen sparen, ist nur eine Randbemerkung.

Was die Einzel-Konkurrenz angeht, ist Ungers Ehrgeiz ungleich größer, obgleich ihm sein Ironman-Start von Frankfurt Anfang Juli noch in den Knochen steckt. Die Konkurrenz könnte aus dem eigenen Lager kommen, sowohl der SSV 46 als auch die SF Dornstadt gehen mit großen Teams an den Start, allerdings nicht alle auf der Mitteldistanz. Mit dabei natürlich der TV Dettingen, unter anderem mit Simon Veit, Achter der Deutschen Meisterschaften über diese Strecke. Ein bisschen ist die Triathlon-Premiere auch für die Sportler das, was sie für Zuschauer und in einem gewissen Maße auch für die Veranstalter ist: eine große Überraschungstüte.

Strecken und Zeiten

Interview mit einem Triathlon-Teilnehmer
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