Darts Pfeilewerfer unter Dopingverdacht

In London läuft aktuell die Darts-WM.
In London läuft aktuell die Darts-WM. © Foto: dpa
Frankfurt/Main / dpa 21.12.2017
Bei den German Masters testete die nationale Anti-Doping Agentur (Nada) beide Finalisten positiv auf unerlaubte Substanzen.

Im Londoner Alexandra Palace läuft derzeit die mit 1,8 Millionen Pfund (etwa zwei Millionen Euro) höchstdotierte Darts-Weltmeisterschaft aller Zeiten. Tausende Zuschauer strömen täglich in den Norden der englischen Hauptstadt, um Phil Taylor, Raymond van Barneveld und Michael van Gerwen bei der Arbeit zu sehen. Weltweit sieht sich allabendlich ein Millionenpublikum die Matches der besten Darter des Planeten an.

Ganz anders sieht es da im deutschen Darts-Sport aus: Zwar hat der Deutsche Dart Verband (DDV) große Pläne für die Zukunft, diese werden nun aber von zwei Dopingfällen gefährdet. Bei den German Masters in Kirchheim testete die nationale Anti-Doping Agentur (Nada) im Juni beide Finalisten bei den Männern positiv auf im Sport unerlaubte Substanzen. Gut vier Monate später beschloss der Verband mit rund 11 000 Athleten – die meisten davon Amateure – eine neue Anti-Doping-Ordnung. Bis Ende 2018 sollen alle 13 Landesverbände einen Beauftragten im Kampf gegen Doping haben.

Doping beim Darts klingt zunächst abwegig. Die körperliche Fitness spielt in diesem Sport eine geringere Rolle als in Ausdauersportarten. Zumindest im Profi-Bereich sind aber die Anforderungen an die Sportler hoch, wie der beste deutsche Darts-Spieler Max Hopp beschreibt: „Darts ist hohe Konzentration, Millimeter-Arbeit, ein sehr mentales Spiel, Aktion und Reaktion, auch mit den Gegnern, dem Publikum, den Kameras.“ Er befürwortet Doping-Kontrollen, die er vor allem von internationalen Turnieren in England kennt.

Noch hat der DDV keine Details zu den Doping-Vergehen in Kirchheim veröffentlicht. Beide Finalisten erwartet nach Peltzers Angaben eine Sperre von bis zu zwei Jahren.

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