Oberstdorf Olympiasieger Stoch kämpft sich zurück

Oberstdorf / MHA 29.12.2014

Kamil Stoch ist zurück im Weltcup-Zirkus. Zwar nicht gleich als Favorit bei der Vierschanzentournee, aber der 27-Jährige ist froh, wieder das tun zu können, was er am liebsten tut: Sich von hohen Schanzen den Berg hinunter stürzen. "Ich liebe das Skispringen", sagt der sympathische Pole, der nach seinem kurzfristigen Ausfall direkt vor dem Saisonauftakt in diesem Winter noch keinen Wettkampf absolviert hat. Beim Aufwärmen zum Auftaktspringen in Klingenthal hatte sich der Pole Ende November eine Knöchelverletzung zugezogen, die operiert werden musste.

Doch bei seinem "Kaltstart" zum Tournee-Start Oberstdorf sprang der Doppel-Olympiasieger ohne Schiene oder Stützbänder am Sprunggelenk im Qualifikationsspringen fast 130 Meter weit. "So etwas brauche ich nicht", meint Stoch dazu nur. Trotzdem ist der Pole noch nicht zu 100 Prozent fit. "Für mich geht es momentan nicht um Platzierungen, sondern vor allem darum, mein Selbstvertrauen zurückzubekommen", sagt der 27-Jährige.

Selbst die Konkurrenz freut sich, dass Stoch wieder mitspringt: "Er ist so ein Supertyp und bereichert die Tournee", sagt DSV-Adler Severin Freund. Ob Kamil Stoch bald nicht mehr nur dabei, sondern wie in Sotschi wieder ganz oben sein wird, zeigt sich im Verlauf der Tournee. Denn die hat ja noch nicht einmal richtig begonnen.

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