Moskau Nach tragischem Tod: Heftige Kritik an Organisatoren

SID 23.07.2013

Der Tod des italienischen Motorrad-Piloten Andrea Antonelli hat im Fahrerlager heftige Kritik an den Organisatoren der Superbike-WM ausgelöst. "Die Wetterbedingungen waren unannehmbar. Das Rennen hätte nicht stattfinden sollen. Man sah überhaupt nichts mehr, wir hätten uns weigern sollen", sagte der frühere 250ccm-Weltmeister Marco Melandri (30). Der Italiener (BMW) hatte - wie berichtet - am Sonntag das erste von zwei geplanten Superbike-Rennen auf dem Moscow Raceway gewonnen.

Wenig später kam es zu dem fatalen Unglück. Der 25-jährige Antonelli war mit seiner Kawasaki auf der ersten Runde des Laufs zur leichteren Supersport-Serie bei starkem Regen gestürzt und mit dem Helm hart auf den Asphalt geprallt. Sein Landsmann Lorenzo Zanetti konnte aufgrund der dichten Gischt nicht mehr rechtzeitig ausweichen und traf den am Boden liegenden Antonelli, der 40 Minuten später seinen Verletzungen im Strecken-Krankenhaus erlag. Der Unfall erinnerte an den tödlichen Crash des italienischen MotoGP-Stars Marco Simoncelli, der im Oktober 2011 in Sepang/Malaysia verunglückt und dann überrollt worden war.

Kritik gibts am Strecken-Design. Entworfen wurde der Kurs wie viele andere vom deutschen Formel-1-Architekten Hermann Tilke.